Alexander Lukaschenko: Überraschende Wende im Ukraine-Konflikt – Putin-Kumpel entschuldigt sich

Das kommt unerwartet: In einem Interview schlägt der mit Putin verbündete Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko plötzlich versöhnliche Töne gegenüber der Ukraine an. Er entschuldigt sich sogar direkt bei Präsident Selenskyj. Kann man diese Worte wirklich ernst nehmen?

Erstellt von - Uhr

Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko (Foto) hat sich beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für scharfe Drohungen entschuldigt. (Foto) Suche
Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko (Foto) hat sich beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für scharfe Drohungen entschuldigt. Bild: picture alliance/dpa/XinHua | Henadz Zhikov

Alexander Lukaschenko steht im Ukraine-Krieg normalerweise fest an der Seite von Kremlchef Wladimir Putin. Zuletzt warnte der Belarus-Diktator Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass man "ein wichtiges Ziel" an der ukrainischen Grenze identifiziert habe. Die Drohung erfolgte kurz nach Berichten über eine möglicherweise stärkere Beteiligung seines Landes am Krieg gegen die Ukraine. Doch nun schlägt Lukaschenko plötzlich ungewohnt versöhnliche Töne an.

Alexander Lukaschenko entschuldigt sich bei Wolodymyr Selenskyj nach Drohung

In einem aktuellen Interview mit dem Sender "Al Arabiya" hat sich der belarussische Machthaber sogar direkt bei Selenskyj für frühere scharfe Äußerungen entschuldigt. Darüber berichtet der "Kyiv Independent". "Falls sich Wolodymyr Oleksandrowitsch beleidigt gefühlt hat, entschuldige ich mich für diese Worte", sagte Lukaschenko mit Blick auf seine jüngsten Drohungen. Seine harschen Kommentare seien eine Reaktion auf das gewesen, was er als Drohungen aus der Ukraine wahrnahm – darunter Aussagen, Kiew habe Hunderte potenzielle Ziele in Belarus identifiziert und kenne seinen Aufenthaltsort.

Putin-Freund versichert: Keine militärische Gefahr durch Belarus

Gleichzeitig betonte Lukaschenko, dass von Belarus keine militärische Gefahr ausgehe. "Von Belarus und insbesondere von mir sind keine militärischen Aktionen zu erwarten", versicherte er. Allerdings forderte er Selenskyj auf, künftig vorsichtiger mit seinen Aussagen umzugehen und Provokationen zu vermeiden. Inwiefern die Worte des Belarus-Diktators tatsächlich der Wahrheit entsprechen, bleibt jedoch offen.

Auch diese News rund um den Ukraine-Krieg könnten Sie interessieren:

/bua/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.