Friedrich Merz: Kanzler weiter ohne Mehrheit - Merz machtlos bei AfD-Höhenflug

Trotz leichter Zugewinne bleibt die Lage für Kanzler Friedrich Merz dramatisch: Seine schwarz-rote Koalition erreicht zusammen nur 35 Prozent und hätte damit keine parlamentarische Mehrheit mehr. Die AfD behauptet ihre Spitzenposition.

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Für Friedrich Merz ist einer Umfrage zufolge keine Besserung bei der politischen Zustimmung in Sicht. (Foto) Suche
Für Friedrich Merz ist einer Umfrage zufolge keine Besserung bei der politischen Zustimmung in Sicht. Bild: picture alliance/dpa | Elisa Schu
  • Friedrich Merz hat keine Regierungsmehrheit laut neuer Umfrage
  • Insa-Umfrage aktuell: Grüne halten Position - Linke verliert leicht
  • Friedrich Merz hätte mit AfD eine Mehrheit - Kenia-Bündnis scheitert knapp

Die Alternative für Deutschland (AfD) behauptet ihre Spitzenposition in der aktuellen Wählergunst mit unveränderten 29 Prozent - und Friedrich Merz ist dabei weiterhin chancenlos. Nach der jüngsten INSA-Erhebung für "Bild" liegt sie damit sieben Prozentpunkte vor der Union.

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Friedrich Merz hat keine Regierungsmehrheit laut neuer Umfrage

Die Regierungskoalition zeigt sich leicht stabilisiert: CDU und CSU verbessern sich um einen Punkt auf 22 Prozent, während auch die Sozialdemokraten, bei denen zuletzt über einen möglichen Chef-Wechsel spekuliert wurde, einen Prozentpunkt hinzugewinnen und nun bei 13 Prozent stehen. Dennoch verharrt das schwarz-rote Bündnis zusammen lediglich bei 35 Prozent der Stimmen.

Verglichen mit dem Wahlergebnis 2025 bedeutet dies für die Koalitionsparteien einen erheblichen Rückgang von zehn Prozentpunkten. Die leichten Zugewinne reichen bei Weitem nicht aus, um von einer grundlegenden Trendwende sprechen zu können. Die Regierung von Kanzler Friedrich Merz bleibt damit in einer prekären Situation, da sie weit von einer parlamentarischen Mehrheit entfernt ist.

  • Die Datenerhebung für diese INSA-Erhebung erfolgte zwischen dem 8. und 12. Juni 2026.
  • Insgesamt nahmen 1203 Personen an der Befragung teil, die als Grundlage für den Sonntagstrend diente.
  • Die statistische Ungenauigkeit beträgt maximal 2,9 Prozentpunkte.
  • Diese Schwankungsbreite muss bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden, ändert jedoch nichts am grundlegenden Bild der Kräfteverhältnisse.

Insa-Umfrage aktuell: Grüne halten Position - Linke verliert leicht

Die Grünen können ihre Position mit 14 Prozent halten und bleiben damit drittstärkste Kraft. Im Vergleich zur Vorwoche verzeichnen sie keine Veränderung ihrer Wählergunst. Rückläufig entwickelt sich dagegen die Linke, die einen weiteren Prozentpunkt einbüßt und nunmehr bei 10 Prozent liegt. Damit bleibt sie zwar im zweistelligen Bereich, verliert aber weiter an Boden.

FDP und BSW bleiben bei mageren drei Prozent stecken. Damit würden sie erneut den Einzug in den Bundestag verfehlen, da sie die Fünf-Prozent-Hürde deutlich unterschreiten. Eine Veränderung gegenüber früheren Messungen ist bei diesen beiden Parteien nicht erkennbar. Die sonstigen politischen Gruppierungen kommen gemeinsam auf 6 Prozent der Stimmen.

Friedrich Merz hätte mit AfD eine Mehrheit - Kenia-Bündnis scheitert knapp

Die aktuelle Regierungskoalition aus Union und SPD verfügt mit 35 Prozent über keine handlungsfähige Mehrheit im Parlament. Eine Wahl am Sonntag würde die schwarz-rote Konstellation in eine Minderheitsregierung verwandeln. Die politische Situation für Bundeskanzler Friedrich Merz würde sich schwierig gestalten.

  • Rechnerisch würde eine Verbindung von AfD und Union auf 51 Prozent kommen und damit eine komfortable parlamentarische Mehrheit sichern.
  • CDU und CSU lehnen jedoch jegliche Zusammenarbeit mit der Alternative für Deutschland kategorisch ab. Diese Option bleibt damit theoretischer Natur.
  • Als Alternative käme ein Kenia-Bündnis aus Union, SPD und Grünen in Betracht, das gemeinsam 49 Prozent erreichen würde. Auch diese Dreierkonstellation würde allerdings knapp an der absoluten Mehrheit scheitern.

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