Spanien-Besuch: Papst geißelt Schleuser und Menschenhändler: "Hört auf damit"
Bei seinem Besuch auf Teneriffa wirbt der Pontifex für Integration als wechselseitigen Prozess. Zugleich verurteilt er jene, die aus der Not und Verzweiflung von Migranten Profit schlagen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Papst Leo XIV. hat auf den Kanaren scharfe Kritik an Schleusern und anderen Profiteuren von Migration geübt und sie zur Umkehr aufgefordert. Bei einem Treffen mit Migranten und Integrationshelfern auf der Plaza del Cristo de La Laguna auf Teneriffa sagte das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken an die Adresse jener, die von der Not und Verzweiflung von vielen Migranten profitierten: "Hört auf damit! Bekehrt euch!"
Leo sagte, er wolle ein "klares Wort" an diejenigen richten, die die "Verzweiflung anderer ausnutzen; an diejenigen, die Todesrouten organisieren, Menschenhandel betreiben, Dokumente einbehalten, Arbeiter ausbeuten, Frauen bedrohen, Familien betrügen und das Leid anderer zum Geschäft machen". Zuvor berichteten ihm Migranten von ihren Erfahrungen.
Papst: Integration ist wechselseitiger Prozess
Die Kanarischen Inseln sind seit vielen Jahren ein Hotspot der Fluchtbewegung von Afrika über den Atlantik nach Europa. Insbesondere zwischen 2020 und 2024 prägte das Phänomen die Inseln. Vergangenes Jahr ging die Zahl der Bootsmigranten zwar stark zurück. Auf dem Höhepunkt der Krise kamen 2024 aber binnen eines Jahres fast 50.000 Menschen irregulär auf den Kanaren an.
Zugleich warb Leo dafür, Integration als wechselseitigen Prozess zu verstehen. Weder dürften angekommene Migranten ihre Herkunft und Erinnerung vollständig aufgeben müssen, noch sollten Parallelgesellschaften entstehen. Wer in ein neues Land komme, lerne, sich einzuleben und in die Gesellschaft zu integrieren. Die Aufnahmegesellschaft lerne wiederum, "ihr eigenes Zuhause zu erweitern", ohne dabei aber ihre Identität zu verwässern, sagte Leo weiter.
Kanaren sind letzte Etappe von Spanien-Besuch
Der Besuch von Teneriffa gehört zur letzten Etappe der mehrtägigen Spanien-Reise des Papstes. Am Donnerstag besuchte er bereits die Nachbarinsel Gran Canaria, wo er ebenfalls Migranten und Integrationshelfer traf. Zuvor besuchte Leo Madrid und Barcelona. Nach einer großen Messe im Hafen von Santa Cruz de Tenerife am Nachmittag fliegt der Pontifex wieder zurück nach Rom.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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