Wladimir Putin: Schwäche des Kremlchefs nicht mehr zu übersehen

Wladimir Putin war machtlos. An einem einzigen Tag gingen 483 russische Transportfahrzeuge auf einer strategisch wichtigen Straße zur Krim in Flammen auf. Die Nachschublinie könnte zum Wendepunkt des Krieges werden.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wladimir Putin macht im Ukraine-Krieg aktuell keine Fortschritte. (Foto) Suche
Wladimir Putin macht im Ukraine-Krieg aktuell keine Fortschritte. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Vyacheslav Prokofyev
  • Wladimir Putins Schwäche lässt sich nicht mehr leugnen
  • Kreml-Truppen von Drohnenangriffen gestoppt im Ukraine-Krieg
  • "Landstraße des Todes" schnürt der Krim die Luft ab

Die Ukraine hat ihre Kriegsführung grundlegend verändert und setzt seit dem Frühjahr auf systematische Attacken gegen russische Versorgungslinien. Zuletzt wurde einem Kreml-Hafen der Stecker gezogen. Entlang der gesamten Front bombardieren ukrainische Streitkräfte gezielt Lastwagen, Züge und Verkehrswege. Die Folge: Russische Truppen bekommen zunehmend Schwierigkeiten, ausreichend Munition, Treibstoff und Nahrungsmittel an die Front zu bringen. Und Wladimir Putin? Der scheint dagegen machtlos zu sein.

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Ukraine-Krieg aktuell: Wladimir Putins Schwäche lässt sich nicht mehr leugnen

Selbst Moskau kann die angespannte Lage nicht mehr verschleiern. Wladimir Putins Schwäche lässt sich nicht mehr leugnen. Kremlsprecher Dmitri Peskow gab kürzlich ungewohnt offen zu, man habe aktuell "gewisse Probleme" in der Ukraine. Diese Einschätzung spiegelt die Realität auf dem Schlachtfeld wider.

  • Die neue Strategie zeigt bereits Wirkung: Laut dem "Institute for the Study of War" (ISW) konnte die ukrainische Armee im April und Mai erstmals seit langer Zeit mehr Territorium zurückerobern als verlieren.
  • Allein in der Region Saporischschja wurden 590 Quadratkilometer befreites Gebiet vermeldet. Nach Jahren der Defensive geht die Initiative nun offenbar teilweise an die Ukraine über.

Wladimir Putin von Drohnenangriffen gestoppt im Ukraine-Krieg

Den ukrainischen Erfolgen liegt laut "Focus Online" eine technologische Innovation zugrunde: In den vergangenen Monaten hat das Land Drohnen für mittlere Distanzen entwickelt, die ihre größte Effektivität zwischen 30 und 180 Kilometern Entfernung entfalten. Die modernsten Varianten verfügen über künstliche Intelligenz.

  • Diese KI-Ausstattung ermöglicht den Drohnen, eigenständig ihre Ziele aufzuspüren und anzusteuern.
  • Damit sind sie kaum noch durch elektronische Störmaßnahmen aufzuhalten, die russische Streitkräfte zur Abwehr einsetzen. Im Zweifelsfall navigiert die Drohne autonom zum Angriffsziel.

Die Wirkung der neuen Waffen ist an allen Frontabschnitten spürbar.

  • Russische Versorgungskonvois stehen unter permanentem Druck durch die KI-gesteuerten Fluggeräte. Was früher sichere Nachschubwege waren, ist heute zur Gefahrenzone geworden.

Ukraine-Krieg aktuell: "Landstraße des Todes" schnürt der Krim die Luft ab

Im Zentrum der ukrainischen Angriffe steht die Verkehrsroute R-280. Diese Straße stellt die einzige Landverbindung zur besetzten Krim dar und führt durch erobertes ukrainisches Territorium bis zum wichtigen Versorgungsknotenpunkt Rostow am Don. Ohne diese Verbindung kann die Halbinsel nur noch über die im Osten gelegene Kertsch-Brücke erreicht werden, die bereits mehrfach attackiert wurde und nur eingeschränkt nutzbar ist.

  • Für Russlands Präsidenten Wladimir Putin hat die Krim immense symbolische Bedeutung, was die R-280 zu einer strategischen Schlüsselader macht.
  • Doch mittlerweile trägt sie weltweit den Beinamen "Landstraße des Todes". Scripps News bezeichnet die Route als den am intensivsten bombardierten Engpass entlang der gesamten Frontlinie.
  • An nur einem Tag vernichteten ukrainische Kräfte dort 483 Transportfahrzeuge. Die "Welt" berichtet von zahllosen ausgebrannten Lastwagen am Straßenrand. Jede Fahrt gleicht einem Spießrutenlauf - Zivilpersonen ist die Nutzung der Strecke mittlerweile vollständig untersagt.

Putin-Beamte lassen Treibstoff auf der Krim rationieren

Die massiven Attacken auf Transportfahrzeuge haben dramatische Auswirkungen auf die Kraftstoffversorgung. Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow spricht von einem "logistischen Lockdown" der russischen Versorgung. Besonders die Zerstörung von Tanklastern trifft die Besatzer empfindlich.

  • Da ausreichend Ersatz für die vernichteten Spezialfahrzeuge fehlt, greifen russische Stellen zu improvisierten Lösungen. Busse, Kleinlaster, Krankenwagen und andere zivile Fahrzeuge müssen nun Treibstoff transportieren.
  • Diese Notlösungen können die Kapazität professioneller Tanktransporter jedoch kaum kompensieren.

Auf der Krim selbst verschärft sich die Versorgungskrise zusehends. Die russischen Besatzungsbehörden haben strikte Rationierungsmaßnahmen verhängt:

  • Privatpersonen dürfen an Tankstellen maximal 20 Liter Kraftstoff pro Tankvorgang erwerben.
  • Laut "Welt" wurden für Superbenzin sogar spezielle Bezugsmarken eingeführt. Die Treibstoffknappheit verschlechtert die Situation der russischen Truppen im Süden der Ukraine weiter.

Ukraine-Krieg aktuell: Hoffnung auf historischen Wendepunkt

Die Attacken auf Versorgungswege sind nur ein Teil einer umfassenderen ukrainischen Offensive gegen russische Logistik. Seit Jahresbeginn 2026 führt Kiew eine konzentrierte Kampagne gegen die Öl-Infrastruktur des Gegners durch. Raffinerien, Treibstoffdepots und Umschlagplätze werden gezielt attackiert, selbst wenn sie weit hinter den feindlichen Linien liegen.

Diese Entwicklung weckt bei ukrainischen Militärs neue Zuversicht. Brigadegeneral Andrij Biletsky, Kommandeur des dritten Armeekorps, prophezeit: "Die nächsten sechs bis neun Monate werden ein Wendepunkt sein." Entscheidend sei jedoch, ob die derzeitige Intensität der Operationen dauerhaft aufrechterhalten werden könne.

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