Potsdam: Brandenburger Eltern in Sorge: Brief an Ministerpräsident
Der Lehrermangel in Brandenburg spitzt sich weiter zu. Der Bildungsminister warnt bereits jetzt vor Unterrichtsausfällen an vielen Schulen. Die Eltern schlagen Alarm.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Vor Beginn des Schuljahres haben Brandenburger Eltern von Schulkindern einen offenen Brief an Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gerichtet. "Schon heute zeichnet sich ab, dass an vielen Schulen die Unterrichtsversorgung nach den Sommerferien nicht vollständig gewährleistet werden kann", hieß es in dem Schreiben des Landeselternrates. Der Lehrermangel habe ein Ausmaß erreicht, das Eltern alarmiere und die Bildungschancen vieler Kinder gefährde.
Bildungsminister sieht schon jetzt Engpässe
Wegen des akuten Lehrkräftemangels könnte in Brandenburgs Schulen im kommenden Schuljahr die Anzahl der Unterrichtsstunden geändert werden. Es drohten angepasste Stundentafeln - der Kernunterricht sei ab August nicht an allen Schulen im Land abgesichert, sagte Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU). Es sei in der Vergangenheit immer das Ziel gewesen, die Stundentafel an allen Schulen im Land zu sichern. "Ich sage heute ganz klar: Wir wissen, dass wir dieses Ziel im neuen Schuljahr nicht mehr überall erreichen werden", so Hoffmann.
"Eltern fragen sich zunehmend, wie Unterricht, Förderung und Bildungsqualität unter diesen Bedingungen noch gewährleistet werden sollen", führte der Landeselternrat aus. Die Nachrichten aus den Schulen machten vielen Eltern "große Sorgen".
Um dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken, will die Koalition aus SPD und CDU 250 zusätzliche Stellen schaffen. Zuvor war die Zahl der Lehrkräfte aus Spargründen im Haushalt 2025 von der SPD/BSW-Koalition um 345 Vollzeitstellen gesenkt worden. Eine Lösung ist laut Hoffmann auch, die Lehrkräfte an anderen Orten als bisher einzusetzen. Aber: "Wir versuchen zunächst, Umsetzungen auf freiwilliger Basis vorzunehmen."
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