Wladimir Putin: Ex-Kreml-Berater warnt vor "vollständiger Niederlage"

Der Druck auf den Kreml wächst – selbst im Machtapparat fällt inzwischen das Wort "Niederlage". Während Drohnen Russland erreichen und die Front ins Wanken gerät, gerät Wladimir Putins Strategie zunehmend in Gefahr.

Erstellt von - Uhr

Putins Krieg gerät außer Kontrolle: US-Experten sprechen bereits von einer "nahenden Niederlage“. (Foto) Suche
Putins Krieg gerät außer Kontrolle: US-Experten sprechen bereits von einer "nahenden Niederlage“. Bild: picture alliance/dpa/AP | Dmitri Lovetsky
  • Putin unter Druck:Experten sehen Offensive gescheitert
  • Insider warnen vor einer möglichen "vollständigen Niederlage" Russlands
  • Krieg erreicht jetzt auch Putins Hauptstadt

Die russische Frühjahrs- und Sommeroffensive ist nach Einschätzung hochrangiger US-Militärexperten kläglich gescheitert. Der ehemalige stellvertretende Stabschef der US-Armee und jetzige Vorsitzende des Institute for the Study of War erklärte, Russland verliere mehr Territorium als es erobern könne. Die Ukraine befinde sich demnach in der Offensive und gewinne Gebiete zurück.

Wladimir Putin unter Druck: Ex-Kreml-Berater warnt vor drohender Niederlage

Noch deutlicher fällt die Warnung dem britischen "Express" zufolge von Aleksey Chadaev aus. Der frühere Kreml-Berater und Leiter des Drohnenkriegszentrums Ushkuynik sieht Putins Kurs auf dem Weg zu einer "vollständigen Niederlage". Die kritischen Stimmen aus dem Inneren des russischen Machtapparats mehren sich damit zusehends.

Wut über Kriegsversagen wächst

Innerhalb Russlands formiert sich zunehmend offener Unmut über die militärischen Misserfolge. Eine Kritikerin des Kremls machte ihrem Ärger deutlich Luft und warnte, dass verstärkte Unterdrückung von Regimekritikern oder Internetsperren die grundlegenden Probleme nicht beseitigen würden.

"Natürlich könnt ihr uns alle zum Schweigen bringen, uns einsperren", höhnte sie. Doch das Blockieren des Internets werde "das Problem des wachsenden Schwarms von Drohnen, die tief ins Hinterland fliegen, nicht lösen". Der Feind werde weiterhin töten. Man brauche längst kein Internet mehr, um zu wissen, dass irgendwo etwas eingeschlagen sei.

Putins Verzweiflung unübersehbar: Aufnahmen zeigen Luftabwehr auf Moskauer Wohnhäusern

Die Verzweiflung in der russischen Hauptstadt wird immer sichtbarer. Neue Aufnahmen zeigen, wie ein Pantsir-SMDE-E-Luftabwehrsystem per Hubschrauber auf das Dach eines luxuriösen Wohnhochhauses im Moskauer Stadtteil Sokolniki abgesetzt wird.

Mit dieser Maßnahme sollen die Gebäude vor ukrainischen Drohnenangriffen geschützt werden. Auf immer mehr Wohnblöcken in der russischen Hauptstadt werden mittlerweile solche Waffensysteme stationiert. Die Installation militärischer Abwehranlagen mitten in Wohngebieten verdeutlicht, wie weit der Krieg inzwischen nach Russland selbst vorgedrungen ist.

Selenskyj trifft westliche Verbündete in London

Während Putin Verhandlungen mit dem ukrainischen Präsidenten weiterhin ablehnt, setzt Kiew seine Angriffe auf russische Ziele fort. In der Nacht trafen ukrainische Drohnen ein Öldepot in Lenino auf der besetzten Krim und setzten es in Brand. Auch Eisenbahninfrastruktur und ein Umspannwerk in Rodakove in der besetzten Region Luhansk wurden attackiert. Zuvor hatte die Ukraine die bislang schwersten Angriffe des Krieges auf Putins Heimatstadt St. Petersburg geflogen.

Am Montag trifft Selenskyj in London mit dem britischen Premierminister Keir Starmer sowie den Regierungschefs Frankreichs und Deutschlands zusammen.

Auch diese Nachrichten zu Wladimir Putin und den Ukraine-Krieg sind einen Blick wert:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.