Israel greift Iran an: Warnung von Donald Trump komplett ignoriert - Netanjahu befiehlt Luftangriffe

Die warnenden Worte von US-Präsident Donald Trump verhallten ungehört: Israel hat erneut  militärische Ziele im Iran angriffen und damit Vergeltungsschläge provoziert. Trumps Waffenruhe-Erklärung zum Trotz weitet sich der Konflikt aus.

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Donald Trump warnte Israel mit Nachdruck vor erneuten Angriffen auf den Iran - doch Benjamin Netanjahu ignorierte die Warnung des US-Präsidenten eiskalt. (Foto) Suche
Donald Trump warnte Israel mit Nachdruck vor erneuten Angriffen auf den Iran - doch Benjamin Netanjahu ignorierte die Warnung des US-Präsidenten eiskalt. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Joey Sussman
  • Nahost-Konflikt aktuell: Israel greift Ziele im Iran an
  • Donald-Trump-Warnung vor Vergeltungsaktion von Netanjahu ignoriert
  • Israel rechtfertigt Iran-Angriff trotz Waffenruhe-Ansage von Donald Trump

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich dramatisch zu. In der Nacht auf den 8. Juni 2026 attackierte die israelische Luftwaffe militärische Einrichtungen im Westen und Zentrum des Irans. Das bestätigte das israelische Militär in den frühen Morgenstunden auf der Plattform X. Die Vergeltung ließ nicht lange auf sich warten: Nur wenige Stunden später schlug Teheran zurück.

Nahost-Konflikt aktuell: Israel greift iranische Ziele an, Iran schlägt mit Raketen-Abschüssen zurück

Am Montagmorgen feuerte der Iran erneut Raketen auf Israel ab. Ein AFP-Journalist berichtete von Explosionen über Jerusalem. In zahlreichen Regionen heulten die Warnsirenen, Bewohner suchten Schutz in Bunkern. Zuvor hatten sie Warnmeldungen auf ihren Handys erhalten. Die israelischen Streitkräfte erklärten, ihre Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen. Iranische Staatsmedien meldeten unterdessen Explosionen in Teheran, wobei Wohngebiete nicht getroffen worden seien.

Donald Trump fordert Israel zu Zurückhaltung auf - Netanjahu ignoriert Warnung des US-Präsidenten

Der israelische Gegenschlag erfolgte trotz ausdrücklicher Warnung aus Washington. US-Präsident Donald Trump hatte am späten Abend des 7. Juni versucht, Premierminister Benjamin Netanjahu von einer Vergeltungsaktion abzuhalten. In einem Telefonat mit "Axios"-Reporter Barak Ravid erklärte Trump: "Ich werde Bibi sofort anrufen und ihm sagen, dass er nicht zurückschlagen soll. Beide Seiten haben ihren Spaß gehabt." Der US-Präsident argumentierte, dass die iranischen Angriffe niemanden verletzt hätten. "Wenn Bibi zurückschlägt, wird es einfach so weitergehen wie in den letzten 47 Jahren oder den letzten 3.000 Jahren", so Trump weiter. Netanjahu setzte sich jedoch über diese Mahnung hinweg und ordnete den nächtlichen Militärschlag an.

Israel rechtfertigt Iran-Angriff mit Zerstörungspotenzial der Raketen

Der israelische Botschafter in den USA, Jechiel Leiter, begründete den Gegenschlag auf der Plattform X. Der Iran habe elf ballistische Raketen auf Israel abgefeuert. "Jede dieser Raketen kann ein ganzes Stadtviertel dem Erdboden gleichmachen und Hunderte Menschen töten", erklärte Leiter. Kein Land, das etwas auf sich halte, würde einen derartigen Angriff hinnehmen. Nach Angaben des Botschafters zielten die israelischen Streitkräfte auf iranische Abschussrampen für Boden-Boden-Raketen sowie auf Infrastruktureinrichtungen. Anlagen des Energiesektors seien nicht betroffen gewesen. Diese Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Das israelische Militär betonte seine fortdauernde Einsatzbereitschaft. Man sei vorbereitet, gegen jeden vorzugehen, der den Staat Israel bedrohe.

Nahost-Konflikt zwischen Iran und Israel weitet sich auf Libanon aus

Israelische Sicherheitskräfte untersuchen ein Fragment einer abgefangenen iranischen Rakete im Norden Israels. (Foto) Suche
Israelische Sicherheitskräfte untersuchen ein Fragment einer abgefangenen iranischen Rakete im Norden Israels. Bild: Rami Shlush/AP/dpa/dpa

Der Schlagabtausch zwischen Israel und dem Iran steht nicht isoliert. Bereits am Sonntag bombardierte die israelische Armee Ziele in den Vororten von Beirut – obwohl US-Präsident Trump eine Waffenruhe verkündet hatte. Premierminister Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz bezeichneten die Angriffe als Reaktion auf vorherigen Beschuss durch die Hisbollah.

Die schiitische Miliz gilt als wichtigster nichtstaatlicher Verbündeter Teherans. Der Iran hatte gewarnt, dass weitere israelische Angriffe auf den Großraum Beirut als Eskalation der regionalen Konfrontation gewertet würden. Seit Inkrafttreten einer offiziellen Waffenruhe Mitte April hatte Israel seine Angriffe im Raum Beirut zunächst deutlich reduziert. Allerdings drohte die Regierung wiederholt mit erneuten Militärschlägen, sollte die Hisbollah Israel attackieren.

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/news.de/dpa/stg

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