Donald Trump: Sitzengelassener US-Präsident kündigt Neuanfang an
Nachdem ihm Superstars scharenweise einen Korb gaben, muss Donald Trump umplanen: Sein Event zum 250. Geburtstag der USA soll einer Kundgebung mit fragwürdiger Promi-Unterstützung und "The Don" als Haupt-Attraktion weichen.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump kündigt MAGA-Kundgebung zum USA-Geburtstag an
- US-Präsident macht sich selbst zur Hauptattraktion nach zahlreichen Promi-Absagen
- "The Don" tobt nach Star-Rückschlägen und nennt neue Promi-Gäste
Die Zeiten, als Superstars wie Beyoncé Knowles, Aretha Franklin, Jennifer Lopez, Lady Gaga, James Taylor oder Cher bei öffentlichen Events für die US-Regierung und den Präsidenten aufgetreten sind, gehören endgültig der Vergangenheit an: Seitdem Donald Trump ins Weiße Haus zurückgekehrt ist, gehen die prominenten Unterstützer reihenweise von der Fahne. Für "The Don" wird dieser Umstand ausgerechnet zum 250. Geburtstag der USA ein massives Problem, das der US-Präsident auf seine eigene narzisstische Art zu lösen gedenkt.
Donald Trump von Promis sitzengelassen - jetzt wird "The Don" selbst zur Haupt-Attraktion
Der Grund liegt auf der Hand: Das geplante Event "Great American State Fair" zum 250-jährigen Jubiläum der USA ist offiziell geplatzt, da scharenweise bereits gebuchte Promi-Künstler ihren Rückzug erklärten, nachdem sie von deren politischer Verbindung erfahren hatten. Nun hat Donald Trump mit gewohnt großen Tönen eine Ersatzveranstaltung angekündigt. Am 24. Juni um 19.00 Uhr soll in Washington D.C. eine MAGA-Kundgebung stattfinden, die der Präsident auf Truth Social als "die größte Rally aller Zeiten" anpries.
Als Hauptattraktion des Abends kündigte der Präsident niemand Geringeren als sich selbst an – einen "würdevollen Gentleman namens Präsident Donald J. Trump", wie es Donald Trump ohne einen Funken von Bescheidenheit formulierte.
"The Don" laufen die Stars weg - diese MAGA-Veteranen sollen die Lücken füllen
Für die musikalische Untermalung setzt Donald Trump gezwungenermaßen auf bewährte Gesichter aus seinem Unterstützerkreis. Der 83-jährige Country-Sänger Lee Greenwood beispielsweise wird Trumps Ankündigung zufolge mit seinem Klassiker "God Bless the U.S.A." auftreten – ein Song aus dem Jahr 1984, den er seit 2016 bei praktisch jeder Trump-Veranstaltung zum Besten gibt. Greenwood bestätigte seinen Auftritt und kündigte an, gemeinsam mit der United States Marine Band zu performen. Als zweiten Künstler präsentierte Trump den Opernsänger Christopher Macchio, den er mit dem legendären Luciano Pavarotti verglich. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Macchio verzeichnet auf Spotify lediglich 571 monatliche Hörer und hat auf YouTube rund 2.000 Abonnenten. Der 47-Jährige soll klassische Stücke wie "Nessun Dorma" und "Ave Maria" vortragen.
Neben Greenwood und Macchio sollen auch die U.S. Army Band "Pershing's Own" sowie der Armed Forces Choir auftreten. Trump versprach eine Veranstaltung "auf jedem Level besonders" – eine "Kundgebung, die alle anderen Kundgebungen in den Schatten stellt". Washington D.C. bezeichnete er dabei als "eine der sichersten Städte der Welt", die nun "vollständig verschönert" sei.
"Great American State Fair" zum USA-Geburtstag platzt wegen Massen-Exodus der Headliner
Die ursprüngliche "Great American State Fair" hatte mit einem deutlich prominenteren Line-up geworben, wie unter anderem "The Daily Beast" zusammenfasst. Doch Künstler wie Country-Star Martina McBride, Bret Michaels aus Trumps "Celebrity Apprentice"-Zeiten und sogar Milli Vanilli-Sänger Fab Morvan zogen ihre Zusagen zurück. Die meisten begründeten ihren Rückzug damit, dass sie bei der Buchung nicht über die politische Ausrichtung der Veranstaltung informiert worden seien. Die Webseite der State Fair listet mittlerweile keine Performer mehr auf. Lediglich die Rapper Flo Rida, Vanilla Ice und Freedom Williams von C+C Music Factory haben bislang nicht offiziell abgesagt.
Trumps Rückgriff auf Macchio für Pavarotti-Klassiker umgeht zudem ein altes Problem: Die Familie des verstorbenen italienischen Tenors hatte bereits 2016 gegen die Verwendung von "Nessun Dorma" protestiert und erklärt, Pavarottis Werte von "Brüderlichkeit und Solidarität" seien mit Trumps Weltanschauung unvereinbar.
Donald Trump ätzt gegen abtrünnige Stars - "Sänger ohne Talent" sollen zu Hause bleiben
In seiner Ankündigung auf Truth Social teilte Trump kräftig gegen die abgesprungenen Künstler aus. "Wir wollen keine Sänger ohne Talent, aber mit hohen Gagen, die euch einschläfern – wir haben ihnen allen gesagt, sie sollen zu Hause bleiben", schrieb der Präsident. Stattdessen brauche man nur "euch, mich, ein paar Redner und die großartigste Musik, die je gespielt wurde".
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loc/news.de/stg
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