Potsdam: SPD will subjektives Sicherheitsempfinden untersuchen
Sicherheitspolitische Debatten werden häufig hitzig gefühlt. Neben tatsächlichen Risiken spielt auch das subjektive Empfinden der Menschen eine Rolle. Die SPD will dieses genauer betrachten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die SPD im Brandenburger Landtag will die Dunkelzahl bestimmter Straftaten stärker in den Blick nehmen. Geplant sei eine Studie zum Dunkelfeld, um das tatsächliche Aufkommen besser einordnen zu können, sagte der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Uwe Adler, in Potsdam. Dabei gehe es etwa um das Anzeigeverhalten, Opfererfahrungen und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger.
Mit diesen Daten könnte die polizeiliche Kriminalstatistik sinnvoll ergänzt werden, erklärte Adler. So könne ein differenzierteres Lagebild der Kriminalität im Land entstehen. Mit den Daten seien auch belastbare Aussagen zum subjektiven Sicherheitsempfinden der Leute möglich oder Diskrepanzen zur tatsächlichen Sicherheitslage sichtbar. Man wolle auch ausgewählte Deliktbereiche wie Partnerschaftsgewalt, Delikte im digitalen Raum, Sexualstraftaten oder Hasskriminalität in den Fokus nehmen.
In der Vergangenheit hätten populistische Kräfte versucht, die Sicherheitslage zu überspitzen und so auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen gezielt. Ziel der Studie sei es somit auch, ein empirisches Gegengewicht und einen argumentativen Gegenpol zu den populistischen Narrativen zu liefern, sagte Adler.
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