Roland Koch bei "Markus Lanz": CDU-Politiker platzt der Kragen - Merz ist nicht das wahre Problem
Bei Markus Lanz platzte Roland Koch der Kragen: Die Gerüchte um einen Putsch gegen Friedrich Merz seien schlicht Unsinn. Laut des CDU-Urgesteins trage das große Problem der Regierung einen ganz anderen Namen.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
Suche
- Roland Koch zu Gast bei "Markus Lanz" am 28. Mai 2026
- CDU-Politiker platzt der Kragen nach Gerüchten um Kanzler-Tausch
- Koch nennt Spekulationen Unsinn und benennt wahres Problem der Merz-Regierung
Der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch hat Spekulationen über einen möglichen Sturz von Bundeskanzler Friedrich Merz eine klare Absage erteilt. Als Moderator Markus Lanz ihn in seiner Talkshow am 28. Mai 2026 direkt nach dem "Putsch gegen Friedrich Merz" fragte, reagierte der 68-Jährige ohne zu zögern: "Er ist Unsinn!"
Weitere aktuelle Politik-Meldungen finden Sie am Ende dieses Artikels.
Roland Koch zu Gast bei "Markus Lanz" - CDU-Politiker platzt der Kragen
Das CDU-Urgestein zeigte sich überzeugt, dass die Diskussion um einen Wechsel zu NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst ausschließlich ein Medienphänomen sei. "Ich glaube, dass es im Augenblick gar niemanden gibt, außerhalb der großen Medienorgane, die darüber sprechen", erklärte Koch mit ernstem Gesicht. Dass in Zeitungen über solche Szenarien berichtet werde, sei in extremen Krisensituationen durchaus üblich – ein tatsächlicher Kanzlertausch hingegen nicht.
Roland Koch benennt wahres Problem der schwarz-roten Regierung
Koch lieferte in der Sendung eine nüchterne Analyse der Lage. Kanzler Friedrich Merz sei der einzige europäische Regierungschef, dessen Position für die kommenden dreieinhalb Jahre gesichert sei. Das eigentliche Hindernis für Merz liege nicht bei ihm selbst, sondern in der schwierigen Koalitionskonstellation. "Glaubt irgendjemand, die Sozialdemokraten verändern sich bei einem anderen CDU-Vorsitzenden? Der Gedanke ist nicht realistisch", argumentierte der ehemalige Landesvater. Ein Austausch an der Regierungsspitze würde demnach am Kernproblem nichts ändern. Die SPD bliebe als Koalitionspartner dieselbe, unabhängig davon, wer die Union führt.
Roland Koch will sich zu internen Diskussionen um Kanzler-Tausch nicht äußern
Als Lanz nachhakte, ob die Debatte um einen Kanzler-Tausch tatsächlich nur in Redaktionsstuben geführt werde, blieb Koch bei seiner Einschätzung. "Ich kenne sehr viele Diskussionen, von denen ich in der Zeitung lesen durfte, die kommen von irgendwoher", entgegnete er dem Moderator. Auf die direkte Frage, ob es die Wechsel-Diskussion auch innerhalb der Partei gebe, wollte sich der CDU-Politiker allerdings nicht vollständig festlegen. "Nicht in der Parteiführung, nach meiner Überzeugung, aber woher soll ich das wissen?", räumte Roland Koch ein. Solche Spekulationen seien für Führungspersönlichkeiten in schwierigen Zeiten schlicht Teil des politischen Alltags.
Auch diese aktuellen Politik-Meldungen sind einen Blick wert:
- Gerüchte um Kanzler-Tausch - CDU soll über brisantes Szenario beraten
- Bitterer Umfrage-Knall - diesen Absturz konnte Merz nicht verhindern
- "Niveaulos" und "ungebildet" - harsche Kritik an Söders Schnappschuss
- "Buchstäblich ein Idiot" - US-Präsident zieht völlig abwegigen Vergleich
- Subtiler Trump-Angriff - diese Worte dürften dem US-Präsidenten missfallen
fka/loc/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.