Donald Trump: US-Präsident durch Videomontage zu Iran-Aussagen bloßgestellt
Donald Trump konnte bislang noch kein Friedensabkommen mit dem Iran erzielen. Dabei verspricht er schon seit mehreren Monaten einen baldigen Deal, wie nun eine für den US-Präsidenten peinliche Videomontage des Senders MS Now zeigt.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
Suche
- Videozusammenschnitt zeigt, dass Donald Trump in den vergangenen Monaten bereits mehrfach einen Deal mit dem Iran angekündigt hat
- Montage von MS Now in der Sendung "Morning Joe" stellt den US-Präsidenten bloß
- Denn ein Abkommen zwischen Washington und Teheran fehlt weiterhin
Gemeinsam mit Israel griffen die USA am 28. Februar den Iran an. Seitdem hat sich die Lage im Nahen Osten dramatisch zugespitzt. Das Mullah-Regime reagierte mit Gegenangriffen auf mit den Vereinigten Staaten befreundete Staaten und ließ zudem die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus blockieren. Dies führte wiederum zu massiv steigenden Energiepreisen. US-Präsident Donald Trump konnte in der Zwischenzeit zwar einen Waffenstillstand mit Teheran vereinbaren, steht wegen seines Vorgehens aber sowohl international als auch national weiterhin enorm in der Kritik. Nun machte sich der Sender MS Now über seine mehrfachen Ankündigungen eines baldigen Friedensabkommens lustig.
Donald Trump blamiert durch TV-Sender MS Now mit Videozusammenschnitt
In der Sendung "Morning Joe" wurde eine Videozusammenstellung gezeigt, die Trump in eine unangenehme Lage bringt. Der Zusammenschnitt dokumentiert, wie der Präsident seit Februar immer wieder behauptet hat, der Iran wolle "unbedingt einen Deal" abschließen – obwohl bis heute kein Abkommen erzielt wurde. Darüber berichtet aktuell "Raw Story". Die Aufnahmen zeigen Trump bei verschiedenen Gelegenheiten über mehrere Monate hinweg, wie er optimistische Prognosen über einen bevorstehenden Durchbruch in den Verhandlungen abgibt.
US-Präsident kündigte in den vergangenen Monaten mehrfach einen Deal mit dem Iran ein
Bereits am 10. Februar - also vor dem US-Angriff Ende des Monats - erklärte er in einem Interview mit Fox-Business-Moderator Larry Kudlow:"Sie wollen einen Deal. Ich glaube nicht, dass sie die Konsequenzen wollen, wenn sie keinen Deal machen." Am 26. März verschärfte der Präsident seinen Ton im Beisein von Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth: "Sie betteln darum, einen Deal zu machen – nicht ich." Die Videomontage zeigt weitere gleichlautende Aussagen vom 31. März, 16. April sowie vom 6., 20. und 22. Mai.
Erst am Mittwoch dieser Woche wiederholte Trump bei einer Kabinettssitzung seine mittlerweile vertraute Einschätzung: "Der Iran ist sehr daran interessiert – sie wollen unbedingt einen Deal machen. Bisher haben sie es nicht geschafft. Wir sind nicht zufrieden damit, aber wir werden es sein."
Spott für Donald Trump wegen weiterhin fehlender Einigung
Als der Zusammenschnitt von "Morning Joe" endete, kommentierte Moderator Jonathan Lemire trocken: "Das war Präsident Trumps 'Let's Make a Deal: Iran-Version'. Und natürlich gibt es noch immer keine Einigung."
Auch diese Trump-News könnten Sie interessieren:
- Evakuierung aus Kiew gefordert - Kremlchef schickt Warnung an Donald Trump
- Ablehnung immer größer – nächstes Umfrage-Debakel für den US-Präsidenten
- "Ruiniert unsere Chancen" - Republikaner frustriert über ihren eigenen Präsidenten
- "Schwere Erkrankung" beim US-Präsidenten? Top-Mediziner alarmiert
- Neue Dokumente belasten FBI bei Trump-Razzia
gom/hos/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.