Alexander Lukaschenko: "Die ersten 500 Ziele sind bereits markiert" - scharfe Drohung an Putin-Verbündeten

Mit einer drastischen Botschaft an Alexander Lukaschenko sorgt ein ukrainischer Drohnen-Kommandeur für Aufsehen. "Die ersten 500 Ziele sind bereits markiert", erklärte der Militärchef und warnte Belarus eindringlich davor, sich weiter an die Seite Moskaus zu stellen.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko (l.) und der russische Präsident Wladimir Putin nehmen an der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau teil. (Foto) Suche
Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko (l.) und der russische Präsident Wladimir Putin nehmen an der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau teil. Bild: picture alliance/dpa/Pool AP | Pavel Bednyakov
  • Ukrainischer Drohnenchef richtet scharfe Warnung an Belarus
  • "500 Ziele markiert" – Ukraine demonstriert neue Angriffsstärke
  • Russische Energieanlagen nach Drohnenattacken massiv beschädigt

Die Spannungen zwischen der Ukraine und Belarus verschärfen sich weiter. Der Befehlshaber der ukrainischen Drohnenstreitkräfte hat eine deutliche Warnung an den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko ausgesprochen.

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"Die ersten 500 Ziele sind bereits markiert", erklärte Kommandeur Robert "Magyar" Brovdi auf Telegram. Seine Botschaft an Lukaschenko fiel dabei unmissverständlich aus: "Ein kostenloser und sehr praktischer Rat: Leg dich nicht mit der Ukraine an."

Ukraine demonstriert neue Stärke im Drohnenkrieg

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die ukrainischen Drohnenkräfte ihre Schlagkraft gegen russische Infrastruktur massiv ausgebaut haben. Im Mai 2026 wurden nach Berichten insgesamt dreizehn Ziele im russischen Energiesektor attackiert. Neun Anlagen mussten anschließend ihren Betrieb einstellen. Besonders schwer traf es laut "Reuters" die Syzran-Ölraffinerie, die nach einem Drohnenangriff am 21. Mai ihre Arbeit vorübergehend stoppen musste. Die Schäden gelten zwar nicht als existenzbedrohend für Russlands Wirtschaft, treffen jedoch sowohl die Energieversorgung als auch die Rüstungsindustrie empfindlich.

Belarus bleibt enger Verbündeter von Wladimir Putin

Belarus gilt seit Beginn des Krieges als einer der wichtigsten Verbündeten Moskaus. Lukaschenko steht militärisch eng an der Seite des Kremls und verfolgt gemeinsam mit Wladimir Putin regelmäßig großangelegte Militärmanöver. Zuletzt nahmen beide an einem umfassenden Nuklear-Manöver teil, bei dem Russland seine atomare Triade testete – also land-, see- und luftgestützte Atomwaffen.

Zusätzlich hat Moskau seine neue Mittelstreckenrakete Oreschnik in Belarus stationiert. Damit verstärkt Russland nicht nur seinen nuklearen Schutzschirm über dem Nachbarland, sondern baut zugleich seinen militärischen Einfluss auf Minsk weiter aus. Lukaschenko erklärte zuletzt, Belarus und Russland würden zwar niemanden bedrohen, seien jedoch bereit, "das gemeinsame Vaterland von Brest bis Wladiwostok zu verteidigen".

Sorge vor weiterer Eskalation wächst

Die scharfen Aussagen des ukrainischen Drohnen-Kommandeurs dürften die Sorgen vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts verstärken. Vor allem die Kombination aus ukrainischen Langstrecken-Drohnenangriffen, russischen Nuklearübungen und der engen militärischen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Minsk sorgt zunehmend für Unruhe in der Region.

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