Wladimir Putin beschließt Flugverbotszone: Kreml-Chef macht dicht - ufert seine Paranoia aus?

Wächst Wladimir Putin seine Paranoia über den Kopf? Berichten zufolge lässt der Kreml-Chef schon in Kürze eine ausgedehnte Flugverbotszone über Moskau verhängen. Auslöser sollen anhaltende Drohnenangriffe aus der Ukraine sein.

Erstellt von - Uhr

Berichten zufolge lässt Wladimir Putin in Kürze den Luftraum über der russischen Hauptstadt Moskau auf unbestimmte Zeit abriegeln. (Foto) Suche
Berichten zufolge lässt Wladimir Putin in Kürze den Luftraum über der russischen Hauptstadt Moskau auf unbestimmte Zeit abriegeln. Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters | Maxim Shemetov
  • Wladimir Putin macht Moskau dicht und verhängt Flugverbotszone
  • Wächst die Panik des Kreml-Chefs vor Angriffen?
  • Luftraum über Moskau bis Belarus-Grenze und St. Petersburg wird geschlossen

Auch wenn sich Wladimir Putin bei seinen selten gewordenen Auftritten in der Öffentlichkeit alle Mühe gibt, sein Image des starken Präsidenten aufrecht zu erhalten, der die Unterstützung eines ganzen Volkes im Rücken hat, bröckelt der schöne Schein immer mehr. Zuletzt legte Putins abgespeckte Parade zum "Tag des Sieges" Anfang Mai Zeugnis davon ab, dass der Kreml-Chef augenscheinlich von wachsender Paranoia ergriffen ist und dem Glanz früherer Tage hinterherjagt.

Wladimir Putin sperrt Luftraum über Moskau für zivile Luftfahrt

Nun sind es neue Berichte aus Moskau, die zu denken geben: Wie das unabhängige kremlkritische Medienportal "meduza.io" berichtet, soll Moskau schon in wenigen Tagen dicht gemacht werden - zumindest, was den Luftraum über der russischen Hauptstadt angeht. Ab Anfang Juni gilt demnach im Moskauer Fluggebiet ein weitreichendes Verbot für zivile Luftfahrzeuge unterhalb einer Höhe von 5.100 Metern. Das berichtet auch der Telegram-Kanal der Interregionalen Öffentlichen Organisation der Piloten und Flugzeugeigentümer (AOPA).

Reguläre Linienflüge und Chartermaschinen sind von der Regelung ausgenommen. Auch medizinische Flüge sowie Evakuierungseinsätze dürfen weiterhin in niedriger Höhe operieren. Zusätzlich bleiben Flüge für landwirtschaftliche Sprüharbeiten, die Überwachung von Pipelines und Stromleitungen sowie Luftfahrtarbeiten im Rahmen staatlicher Aufträge erlaubt. Wie lange das Verbot bestehen bleibt, ist derzeit noch unklar.

Sperrzone für Flugzeuge reicht bis an Russlands Grenzen laut Bericht

Das Flugverbot umfasst dem Bericht zufolge ein gewaltiges Territorium. Im Westen erstreckt sich die Sperrzone bis zur belarussischen Grenze. Nördlich endet sie an der Grenze zur Flugzone von St. Petersburg. In östlicher Richtung reicht das Verbot bis zu den Lufträumen von Jekaterinburg und Samara. Die südliche Begrenzung bildet indes jenes Gebiet, in dem bereits seit Beginn des umfassenden Krieges ein Flugverbot gilt. Offizielle Mitteilungen an Piloten, sogenannte NOTAMs, sollen in Kürze veröffentlicht werden. Über die geplante Dauer der Einschränkungen gibt es bislang keine Angaben.

Wladimir Putin in Angst vor ukrainischen Drohnen - acht Flughäfen im Süden seit Kriegsbeginn geschlossen

Die neuen Einschränkungen stehen im Zusammenhang mit den anhaltenden ukrainischen Drohnenangriffen auf russisches Territorium. Seit dem Beginn der umfassenden Invasion im Jahr 2022 mussten bereits acht Flughäfen im Süden Russlands auf unbestimmte Zeit den Betrieb einstellen. Betroffen sind die Airports in Anapa, Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kursk, Lipezk, Rostow am Don und Simferopol. Doch auch die übrigen russischen Flughäfen bleiben nicht verschont. Die vier Moskauer Airports sowie der St. Petersburger Flughafen Pulkowo müssen wegen der ständigen Drohnenangriffe aus der Ukraine immer wieder vorübergehend ihren Betrieb unterbrechen.

Weitere Schlagzeilen zu Wladimir Putin finden Sie hier:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.