AfD knackt Umfrage-Rekord: Weidel-Partei überholt Union - neuer Tiefpunkt für Kanzler Merz

Die AfD knackt erstmals die 29-Prozent-Marke und baut ihren Vorsprung auf die Union auf historische sieben Punkte aus. Für Schwarz-Rot geht es deutlich bergab. Bundeskanzler Friedrich Merz verliert so weitere Wähler.

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Die AfD ist in der aktuellen Sonntagsfrage stärkste Kraft. (Foto) Suche
Die AfD ist in der aktuellen Sonntagsfrage stärkste Kraft. Bild: picture alliance/dpa | Elisa Schu

Die AfD verzeichnet im aktuellen Insa-Sonntagstrend einen beispiellosen Erfolg: Mit 29 Prozent erreicht die Partei den höchsten Wert ihrer Geschichte. Gleichzeitig erlebt die Union einen dramatischen Einbruch und landet bei lediglich 22 Prozent – ein Tiefstand, den CDU und CSU seit über vier Jahren nicht mehr gesehen haben. Darüber berichtete "Bild".

Umfrage-Knall für Friedrich Merz: AfD überholt Union

Für Bundeskanzler Friedrich Merz bedeutet dies eine besonders unglückliche Entwicklung: Der Vorsprung der AfD gegenüber seiner Partei beträgt nun sieben Prozentpunkte – ebenfalls ein neuer Rekord. Seit der Bundestagswahl im Februar 2025, bei der die AfD noch 20,8 Prozent holte, hat sich das Kräfteverhältnis nahezu umgekehrt.

Bundesregierung verliert fast jeden vierten Wähler

Auch der Koalitionspartner SPD muss einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die Sozialdemokraten rutschen um einen Prozentpunkt ab und erreichen nur noch zwölf Prozent. Damit kommt die Regierungskoalition aus Union und SPD gemeinsam auf magere 34 Prozent – nicht einmal mehr jeder dritte Wähler würde derzeit für die Regierungsparteien votieren. Schwarz-Rot hat mittlerweile beinahe ein Viertel seiner damaligen Wählerschaft eingebüßt. Der Vertrauensverlust in die amtierende Regierung setzt sich damit ungebremst fort.

Insa-Sonntgastrend: Grüne auf Höhenflug

Während die Regierungsparteien schwächeln, können die Grünen zulegen. Mit 14 Prozent erreichen sie ihren stärksten Wert seit zweieinhalb Jahren. Die Linke hingegen verliert einen Prozentpunkt und kommt auf zehn Prozent.

Für FDP und BSW bleibt die Situation aussichtslos. Beide Parteien verharren bei jeweils drei Prozent und würden damit deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Ein Einzug in den Bundestag wäre bei diesen Werten ausgeschlossen.

AfD-Rekord in auch in Sachsen-Anhalt vor Landtagswahl

Der Anstieg der Umfragewerte für die AfD setzt sich somit nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den Ländern fort. Besonders deutlich zeigt sich der Zuwachs in Sachsen-Anhalt. Laut aktuellen Umfrageergebnissen landet die Partei in dem ostdeutschen Bundesland bei 41,6 Prozent. Ein starker Vorsprung gegenüber der CDU, die auf 24,9 Prozent kommt (Stand: 16. Mai 2026).

Insa-Chef warnt vor Umfragetrend

Insa-Chef Hermann Binkert sieht in den aktuellen Zahlen Anzeichen für einen tiefgreifenden Umbruch im deutschen Parteiensystem. Die AfD habe sich mittlerweile als mit Abstand stärkste Kraft im rechten Spektrum etabliert, während die Grünen das linke Lager anführten. Seine Prognose fällt deutlich aus: "Wenn sich dieser Trend fortsetzt, finden Lagerwahlkämpfe der Zukunft zwischen den Orientierungspolen AfD und Grünen statt", sagte er der "Bild" Die traditionellen Volksparteien Union und SPD drohen damit, ihre bisherige Rolle als zentrale Akteure der deutschen Politik einzubüßen.

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