Katholische Kirche: Papst Leo XIV. prangert weltweite Aufrüstung an
Der Pontifex kritisiert steigende Militärausgaben weltweit und vor allem in Europa scharf: Aufrüstung sei keine Verteidigung, sondern vergrößere Spannungen und Unsicherheit und schade der Diplomatie.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Papst Leo XIV. hat den weltweiten Anstieg der Militärausgaben verurteilt. "Man darf eine Aufrüstung, die Spannungen und Unsicherheit vergrößert, Investitionen in Bildung und Gesundheit schmälert, das Vertrauen in die Diplomatie widerlegt und Eliten bereichert, denen das Gemeinwohl gleichgültig ist, nicht "Verteidigung" nennen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einem Besuch in der Sapienza-Universität in Rom.
Vor Studenten sprach Leo - der erste US-Amerikaner auf dem Stuhl Petri - von einer "Welt, die leider von Kriegen und von der Sprache des Krieges entstellt ist". Dabei handele es sich um eine "Vergiftung der Vernunft, die von der geopolitischen Ebene in jede soziale Beziehung" eindringe, sagte Leo weiter.
Er warnte außerdem vor dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Kriegsführung. Mit Blick auf die Kriege in der Ukraine, im Gazastreifen und den palästinensischen Gebieten, im Libanon und im Iran sprach der Papst von einer "unmenschlichen Entwicklung der Beziehung zwischen Krieg und neuen Technologien in einer Spirale der Vernichtung". Er rief die Universitätsstudenten auf, gemeinsam mit ihm "Gestalter eines echten Friedens" zu sein.
Leo hatte in den vergangenen Wochen den Unmut von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen, nachdem er mehrfach Krieg kritisiert und zum Frieden aufgerufen hatte. Trump zeigte sich wütend und griff Leo auf seiner Plattform Truth Social in mehreren Beiträgen wegen dessen Äußerungen verbal an.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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