Donald Trump verliert die Kontrolle: "Du wirkst durchgeknallt, Kumpel!" Ex-FBI-Chef mit klarer Warnung wegen "The Don"

Über Donald Trumps nächtliche Wutausbrüche bei Social Media kann der frühere FBI-Chef James Comey nur den Kopf schütteln - und warnt nun in einer öffentlichen Abrechnung, der Präsident wirke vollkommen "durchgeknallt".

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Donald Trump scheint mehr und mehr die Kontrolle zu verlieren - Grund genug für Ex-FBI-Chef James Comey, öffentlich mit dem US-Präsidenten abzurechnen. (Foto) Suche
Donald Trump scheint mehr und mehr die Kontrolle zu verlieren - Grund genug für Ex-FBI-Chef James Comey, öffentlich mit dem US-Präsidenten abzurechnen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump schürt Sorge mit nächtlichen Wutausbrüchen bei Social Media
  • "Du wirkst durchgeknallt, Kumpel!" Ex-FBI-Chef James Comey rechnet mit US-Präsident ab
  • "The Don" flutet soziale Medien mit 8.000 Posts in wenigen Monaten
  • US-Präsident ist "geistig ungeeignet" laut Experten-Einschätzung

Tagsüber fallen Donald Trump bei Sitzungen im Weißen Haus regelmäßig die Augen zu - doch nachts läuft der US-Präsident immer häufiger zu Höchstform auf und verausgabt sich mit zusammenhanglosen und aggressiven Post-Orgien in den sozialen Netzwerken. Für James Comey, den früheren Boss des FBI, ist Trumps Gebaren so verstörend wie alarmierend, wie Comey in einem CNN-Interview am Abend des 12. Mai 2026 ausführte.

"Er scheint mir nicht in Ordnung zu sein": Ex-FBI-Chef alarmiert wegen Donald Trumps Wutausbrüchen

Darin fand der frühere FBI-Chefdeutliche Worte über den amtierenden US-Präsidenten gefunden. Donald Trump wirke auf ihn nicht mehr gesund, erklärte James Comey gegenüber Moderatorin Kaitlan Collins. "Er scheint mir nicht in Ordnung zu sein", sagte der Ex-Geheimdienstler und fügte hinzu: "Es scheint, als stimme etwas nicht mit dem Mann."

Besonders Trumps nächtliche Aktivitäten auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete Comey als besorgniserregend. Das zwanghafte Posting-Verhalten des Präsidenten erscheine ihm "verrückt". Im Vergleich zu seiner kurzen Dienstzeit unter Trump habe sich dessen Zustand merklich verschlechtert: "Er wirkt anders auf eine schlechte Art", so Comey. "Nicht anders wie bei einer neuen Frisur. Ich meine anders wie in: Du wirkst durchgeknallt, Kumpel."

Donald Trump verstört mit 8.800 Social-Media-Posts in wenigen Monaten

Das Ausmaß von Trumps Social-Media-Aktivitäten ist beachtlich: Laut einer Auswertung des "Wall Street Journal" hat der 79-jährige Präsident während seiner zweiten Amtszeit bereits mindestens 8.800 Beiträge auf Truth Social veröffentlicht. Die Inhalte dieser Posts sorgen dabei regelmäßig für Irritationen. Zuletzt teilte Trump unter anderem ein KI-generiertes Bild, das Barack Obama, Joe Biden und die frühere Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi beim Baden in schmutzigem Wasser am Lincoln Memorial zeigt. Die Bildunterschrift lautete: "Dumacrats lieben Abwasser."

US-Präsident ist "geistig ungeeignet" laut Experten-Einschätzung

Dutzende Experten, darunter Neurologen und Psychiater, haben laut "The Daily Beast" bereits öffentlich Bedenken geäußert. 36 Fachleute unterschiedlicher politischer Ausrichtung unterzeichneten einen Brief, der Trump als "geistig ungeeignet" für das Amt bezeichnet. Das Schreiben wurde Ende April in die Kongressakten aufgenommen.

James Comey steht bei Trump auf der Abschussliste: Justizministerium ermittelt wegen Muschel-Foto

Comey selbst steht derzeit im Visier von Trumps Justizministerium. Auslöser ist ein Social-Media-Beitrag des Ex-FBI-Chefs, der ein Foto von Muscheln zeigt, die zu "86 47" angeordnet sind. Die Trump-Administration interpretiert diese Zahlenfolge als verschlüsselten Mordaufruf gegen den 47. Präsidenten – wobei "86" angeblich "töten" bedeuten soll. Tatsächlich wird der Begriff in der Gastronomie üblicherweise verwendet, um anzuzeigen, dass etwas nicht mehr verfügbar ist. Der frühere FBI-Direktor rechnet mit weiteren juristischen Schritten gegen sich. "Ich erwarte, dass ich noch bis zu viermal angeklagt werde", sagte Comey. Er höre von "verrückten Verschwörungstheorien" in Florida, wisse aber nicht genau, was dort ausgeheckt werde. Der Präsident sei besessen davon, seine Feinde zu verfolgen – "und das ist wirklich, wirklich traurig."

Ex-FBI-Chef warnt Obama und Clinton nach Trumps Wutausbrüchen

Comey richtete während des Interviews mit Kaitlan Collins auch mahnende Worte an andere prominente Trump-Kritiker. Der frühere Präsident Barack Obama und Ex-Außenministerin Hillary Clinton sollten sich auf schwierige Zeiten einstellen, riet er. "Ich hoffe, sie beraten sich mit guten Anwälten, denn der Präsident weist das Justizministerium, das ein Anhängsel seiner Rachekampagne ist, an, diese Leute zu verfolgen", erklärte Comey.

Die Feindschaft zwischen Trump und Comey reicht Jahre zurück. Als FBI-Direktor leitete Comey die Ermittlungen zur russischen Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2016 sowie zu möglichen Verbindungen zwischen Trump-Mitarbeitern und Russland. Trump entließ ihn, während diese Untersuchungen noch liefen.

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