Friedrich Merz: CDA-Chef kritisiert Pfiffe gegen Merz bei DGB-Kongress
Der Kanzler wirbt auf dem DGB-Kongress für Reformen und erntet dafür Pfiffe und Buhrufe. Nun sagt ein prominenter Gewerkschafter aus der CDU, was er davon hält.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels hat die Pfiffe und Buhrufe gegen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf dem DGB-Bundeskongress scharf kritisiert. "Einen Bundeskanzler pfeift man nicht aus", sagte CDA-Chef Dennis Radtke der Deutschen Presse-Agentur. "Man streitet in der Sache – hart, klar und leidenschaftlich, wenn es sein muss. Aber Respekt gehört zur demokratischen Kultur, gerade auf einem Gewerkschaftskongress."
Merz hatte in der ersten Rede eines CDU-Kanzlers auf einem DGB-Bundeskongress seit acht Jahren für tiefgreifende Sozialreformen geworben und dafür Pfiffe und Buhrufe kassiert.
Radtke erinnerte daran, dass es historisch gewachsene Verbindungen zwischen der CDU und den Gewerkschaften gebe. Beide Seiten müssten etwas dafür tun, damit diese Brücke weiter trage. "Wenn Gewerkschaftsmitglieder mit einem CDU-Vorsitzenden gar nichts mehr anfangen können, dann müssen sich auch die Gewerkschaften ehrlich fragen, ob sie noch die ganze Breite der arbeitenden Mitte abbilden", sagte er.
Umgekehrt gelte aber: "Wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich von der CDU nicht mehr angesprochen fühlen, dann muss auch die CDU an sich arbeiten." Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft verstehe sich als Brücke zwischen beiden Seiten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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