Donald Trump: US-Präsident heizt Spekulationen um Wahl 2028 weiter an

US-Präsident Donald Trump bringt die Debatte um die US-Wahl 2028 ins Rollen. Bei einem Dinner im Weißen Haus lässt er Gäste über mögliche Kandidaten abstimmen und das mit einem klaren Favoriten.

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Donald Trump: US-Präsident überrascht Gäste mit spontaner 2028-Abstimmung (Foto) Suche
Donald Trump: US-Präsident überrascht Gäste mit spontaner 2028-Abstimmung Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke
  • Trump nennt mögliches Vance-Rubio-Ticket ein "Dreamteam"
  • J.D. Vance erhält bei Trumps Dinner deutlich mehr Zustimmung
  • Neue Umfrage sieht Vance klar vor Rubio und Trump Jr.

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Noch ist die nächste US-Präsidentschaftswahl Jahre entfernt, doch Donald Trump heizt die Diskussion um seine möglichen Nachfolger bereits an. Bei einem Dinner im Weißen Haus stellte der Republikaner seinen Gästen eine direkte Frage: Wer soll 2028 für die Republikaner antreten?

Donald Trump testet Stimmung im Weißen Haus

Während eines Abendessens im Rahmen der Polizeiwoche sprach Trump laut "Daily Beast" vor geladenen Gästen im Rosengarten des Weißen Hauses über die Zukunft der Republikanischen Partei. Dabei erklärte der 79-Jährige, dass die Demokraten seiner Ansicht nach kein überzeugendes Kandidatenfeld hätten. Bei den Republikanern sehe das anders aus. Anschließend wandte er sich spontan an das Publikum und fragte nach möglichen Favoriten für die Wahl 2028.

J.D. Vance bekommt deutlich lauteren Applaus

Zunächst wollte Trump wissen, wer den amtierenden Vizepräsidenten J.D. Vance unterstütze. Die Reaktion fiel laut Berichten deutlich aus. Für Vance gab es kräftigen Applaus aus dem Publikum. Danach fragte Trump nach Außenminister Marco Rubio. Auch dieser erhielt Zustimmung, allerdings wesentlich zurückhaltender. Der US-Präsident kommentierte die Situation anschließend scherzhaft und sprach von einem möglichen "Dreamteam". Gleichzeitig betonte er, dass dies noch keine offizielle Unterstützung bedeute.

Umfrage sieht Vance klar vorne

Auch aktuelle Zahlen deuten "Newsweek" zufolge darauf hin, dass J.D. Vance innerhalb der Republikanischen Partei derzeit die besten Karten haben könnte. Eine neue Umfrage von Focaldata gemeinsam mit der "Financial Times" zeigt Vance deutlich vor seinen möglichen Konkurrenten. Demnach kommt er unter potenziellen republikanischen Vorwahlwählern auf 40 Prozent Zustimmung.

Marco Rubio erreicht in der Erhebung 14 Prozent. Donald Trump Jr. liegt mit 15 Prozent knapp davor. Floridas Gouverneur Ron DeSantis landet bei lediglich 8 Prozent.

Für die Befragung wurden Anfang Mai mehr als 1.200 mögliche republikanische Vorwahlwähler befragt.

Rubio gewinnt dennoch an Einfluss

Trotz der Umfragewerte gilt auch Marco Rubio weiterhin als wichtiger Kandidat für die Zukunft der Partei. Trump hatte zuletzt mehrfach öffentlich positiv über ihn gesprochen. Zudem übernahm Rubio in den vergangenen Wochen mehrere prominente Aufgaben. So reiste er im Auftrag der US-Regierung in den Vatikan und sprang bei einer Pressekonferenz für die Sprecherin des Weißen Hauses ein.

Zweifel an Vance wachsen

J.D. Vance musste zuletzt dagegen auch Rückschläge hinnehmen. Seine Reise nach Ungarn zur Unterstützung von Viktor Orbán brachte offenbar nicht den erhofften Erfolg. Auch diplomatische Gespräche im Zusammenhang mit dem Iran sorgten nicht für große Aufmerksamkeit. Zusätzlich fehlte Vance auf der aktuellen Liste der einflussreichsten Persönlichkeiten des "Time Magazine", während Rubio dort vertreten war.

Demokraten ebenfalls ohne klare Entscheidung

Auch bei den Demokraten ist die Lage vor der Wahl 2028 noch offen. Laut derselben Umfrage führt Kamala Harris mit 38 Prozent das Feld an. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom kommt auf 16 Prozent. Alexandria Ocasio-Cortez und Pete Buttigieg erreichen jeweils 9 Prozent.

Bislang hat jedoch weder bei den Republikanern noch bei den Demokraten ein Kandidat offiziell seine Bewerbung für die Präsidentschaftswahl angekündigt.

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