Donald Trump: Er kann es nicht lassen - "The Don" wiederholt brisante Falschaussage

Im Oval Office behauptet Donald Trump einmal mehr, der Papst finde es in Ordnung, wenn der Iran Atomwaffen besitze - eine Aussage, die Leo XIV. nie getätigt hat. Der US-Präsident wiederholt damit öffentlich eine Falschbehauptung.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump (Foto) hat seine widersprüchliche Papst-Aussage noch einmal wiederholt. (Foto) Suche
Donald Trump (Foto) hat seine widersprüchliche Papst-Aussage noch einmal wiederholt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jose Luis Magana
  • Donald Trump erneuert falsche Papst-Aussage
  • Papst verteidigt Friedensmission mit Seitenhieb gegen Trump
  • Papst rief Trump zu Waffenstillstand und Verhandlungen auf
  • Donald Trump explodiert nach Papst-Kritik

Der Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und Papst Leo XIV. ist offenbar nicht aus der Welt geräumt. Beim Social-Media-Dienst Instagram verbreitet sich aktuell ein Video, in dem sich Trump erneut auf eine nie getätigte Aussage des Pontifex bezieht.

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Donald Trump erneuert falsche Papst-Aussage

In der Aufnahme sitzt der US-Präsident an seinem Schreibtisch im Oval Office. Trump erklärt:

  • "Was den Papst betrifft, ist es ganz einfach. Ob ich den Papst glücklich mache oder nicht glücklich mache, der Iran darf keine Atomwaffe haben."

Mit dieser Formulierung unterstellt Trump dem Kirchenoberhaupt erneut, es sei in Ordnung, wenn der Iran über Atomwaffen verfüge. Eine derartige Äußerung hat Leo XIV. jedoch zu keinem Zeitpunkt gemacht. Der US-Präsident wiederholt damit eine falsche Behauptung, die bereits zuvor für Spannungen zwischen Washington und dem Vatikan gesorgt hatte.

Papst verteidigt Friedensmission mit Seitenhieb gegen Trump

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf die anhaltenden Attacken des US-Präsidenten geantwortet. Leo XIV. stellte dabei den grundlegenden Auftrag seiner Institution in den Mittelpunkt.

  • Der Pontifex betonte den Verkündigungsauftrag seiner Kirche. "Die Mission der Kirche ist es, das Evangelium zu predigen, Frieden zu predigen", erklärte er.
  • Wer ihn dafür kritisieren wolle, dem wünsche er, "dass man mir zuhört, wegen des Wertes von Gottes Worten".
  • Ohne Trump beim Namen zu nennen, richtete sich diese Aussage unmissverständlich an die Adresse des US-Präsidenten. Der Papst machte deutlich, dass er die zu erwartende Kritik bewusst in Kauf nimmt.
  • Seine zentrale Aufgabe - die Verkündigung des Friedens - stelle er über politische Angriffe aus Washington.

Papst rief Trump zu Waffenstillstand und Verhandlungen auf

Die Wurzel des Konflikts liegt in der Positionierung des Papstes zum militärischen Vorgehen im Iran. Leo XIV. hatte sich mehrfach gegen die kriegerischen Auseinandersetzungen ausgesprochen, an denen die USA und Israel beteiligt sind. Das Kirchenoberhaupt forderte wiederholt einen Waffenstillstand und rief zu Verhandlungen auf.

Donald Trump explodiert nach Papst-Kritik

Diese öffentliche Haltung löste massive Verärgerung im Weißen Haus aus. Trump reagierte darauf mit scharfen Angriffen gegen den Pontifex. Der US-Präsident warf dem Papst eine katastrophale außenpolitische Linie vor.

  • In der Folge attackierte Trump das Kirchenoberhaupt wiederholt öffentlich. In einem Gespräch mit Hugh Hewitt, einem konservativen Moderator von Radio-Talkshows, verschärfte Trump seine Anschuldigungen gegen den Papst zusätzlich.
  • Trump behauptete in dem Interview, der Pontifex bringe durch sein Verhalten "viele Katholiken und viele Menschen in Gefahr".

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/news.de/dpa/stg

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