Donald Trump: Er verspricht Aufklärung - jetzt mischt auch Trump beim Hantavirus mit
Todesfälle auf hoher See, verunsicherte Passagiere und ein Kreuzfahrtschiff im Ausnahmezustand: Auf der "Hondius" ist das Hantavirus ausgebrochen. Während Ermittler nach möglichen Infektionswegen suchen, versucht US-Präsident Donald Trump zu beruhigen.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Mindestens drei Todesfälle auf dem Expeditionsschiff "Hondius" nach Hantavirus-Ausbruch
- US-Präsident Trump spricht von "Kontrolle", bleibt bei Nachfragen aber vage
- WHO versucht zu beruhigen: Keine Gefahr einer neuen Pandemie wie bei Corona
Nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff hat sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich gezeigt. Bei einem Besuch am Lincoln Memorial erklärte er am 7. Mai 2026 gegenüber Reportern, dass er über die Lage informiert worden und die Situation "sehr unter Kontrolle" sei, wie er hoffe.
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Donald Trump meldet sich nach Hantavirus-Ausbruch zu Wort
"Wir haben viele Leute, viele großartige Leute, die das untersuchen", sagte Trump. Für den folgenden Tag kündigte er einen umfassenden Bericht an. Amerikaner "sollten in Ordnung sein", fügte der Präsident hinzu. Die US-Gesundheitsbehörde CDC beobachtet die Situation mit amerikanischen Reisenden an Bord des Schiffes derzeit genau.
Trumps ausweichende Antworten zur möglichen Virus-Ausbreitung
Auf konkrete Nachfragen reagierte der Präsident allerdings wenig präzise. Als ein Reporter wissen wollte, ob Amerikaner sich Sorgen über eine mögliche Ausbreitung des Virus machen sollten, antwortete Trump lediglich: "Ich hoffe nicht. Ich meine, ich hoffe nicht."
Auch darüber hinaus blieb er vage und versprach, seine Regierung werde "ihr Bestes tun". Der Nutzer Acyn teilte den entsprechenden Austausch auf X und dokumentierte damit Trumps knappe Reaktion auf die Bedenken der Journalisten. Konkrete Maßnahmen oder Details zur Eindämmung nannte der Präsident nicht.
Trump on Hantavirus: We should be fine.
— Acyn (@Acyn) May 8, 2026
Reporter: Should Americans be concerned that it’s going to spread?
Trump: I hope not. pic.twitter.com/dks4sTZRDT
Bislang drei Tote auf Expeditionsschiff "Hondius"
Laut VesselFinder befand sich dasExpeditionsschiff "Hondius" am Freitagmorgen (08.05.2026) auf Höhe der Sahara im nordwestlichen Afrika. Mindestens drei Menschen sind an Bord an dem Virus gestorben, darunter eine 78-jährige Deutsche aus Passau. Am 10. Mai soll das Schiff die Kanaren erreichen. Auf Teneriffa sollen alle knapp 150 Menschen noch an Bord untersucht und getestet werden. Unklar ist bislang, wie danach die Heimreise organisiert wird.
Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf die Frage, wie es an Bord zur Infektion kommen konnte. Laut ersten Vermutungen könnten sich zwei niederländische Opfer bereits vor Reisebeginn in Argentinien infiziert haben.
WHO gibt Entwarnung: "Das ist nicht Corona"
Die Weltgesundheitsorganisation bemühte sich am Donnerstag, Ängste vor einer neuen Pandemie zu zerstreuen. Eine Sprecherin stellte klar, dass es sich bei Hantaviren um lange bekannte Erreger handele. "Das ist nicht SARS-CoV-2. Das ist nicht der Beginn einer Covid-Pandemie", betonte die amtierende Nothilfekoordinatorin Maria van Kerkhove bei einer Pressekonferenz der WHO.
Im Gegensatz zum Coronavirus, das 2020 die Welt überraschte, verfüge man über umfangreiche Erkenntnisse zu dieser Virusgruppe. "Hantaviren gibt es schon seit geraumer Zeit. Wir wissen sehr viel darüber", erklärte die WHO-Vertreterin. Eine globale Ausbreitung wie bei Covid-19 sei demnach nicht zu befürchten.
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sba/loc/news.de/dpa/stg
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