Barack Obama: Ex-US-Präsident enthüllt Eheprobleme - und Donald Trump ist schuld

Selten so offen: Barack Obama spricht über Spannungen in seiner Ehe und nennt ausgerechnet Donald Trump als Auslöser. Während Michelle sich Rückzug wünscht, kann der Ex-Präsident nicht loslassen. Das sorgt für Konflikte hinter den Kulissen.

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Donald Trump lässt den Haussegen bei den Obamas schiefhängen. (Foto) Suche
Donald Trump lässt den Haussegen bei den Obamas schiefhängen. Bild: news.de-Montage (picture alliance/dpa | Michael Kappeler; picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke)
  • Offenes Geständnis: Obama spricht von "echten Spannungen" in seiner Ehe
  • Trump als Auslöser: Politisches Engagement sorgt für Konflikte mit Michelle
  • Kein Rückzug in Sicht: Ex-Präsident bleibt politisch aktiv

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat offen über Probleme in seiner Ehe gesprochen. Und ausgerechnet Donald Trump spielt dabei eine zentrale Rolle. In einem Interview mit dem "New Yorker" räumte der 64-Jährige ein, dass sein fortgesetztes politisches Engagement zu ernsthaften Spannungen mit seiner Frau Michelle führt. Der Grund: Trumps Rückkehr ins Weiße Haus hindert den Demokraten daran, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen – obwohl sich Michelle genau das wünscht. "Das sorgt für echte Spannungen in unserem Haushalt und frustriert sie", gestand Obama. "Ich bin nachsichtiger damit, ich verstehe, warum Menschen so empfinden."

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Barack Obama wies Kritiker zurück, die ihm vorwerfen, nicht genug zu tun. Sein Engagement sei historisch einmalig: "Kein anderer Ex-Präsident war vier Wahlzyklen nach seinem Ausscheiden aus dem Amt der wichtigste Unterstützer seiner Partei", betonte er.

Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten war bei seinem Amtsantritt erst 47 Jahre alt und verließ das Weiße Haus mit 55 – jünger als die meisten seiner Vorgänger. Seitdem zählt er zu den aktivsten ehemaligen Staatsoberhäuptern der jüngeren Geschichte. Dass viele Menschen noch mehr von ihm erwarten, sieht Obama gelassen: "Die Tatsache, dass die Leute wollen, dass ich mehr tue, ist ein gutes Zeichen."

Obama zwischen Kinderlachen und Wahlkampf

Der ehemalige US-Präsident bleibt politisch auf Trab. Erst im vergangenen Monat setzte er sich in Virginia als prominentester Unterstützer für eine Änderung der Wahlkreisgrenzen ein, die derzeit von Republikanern kontrollierte Sitze an die Demokraten bringen soll. Mitte April besuchte Obama gemeinsam mit New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani eine Kindertagesstätte in der Metropole. Die beiden lasen Vorschulkindern vor und sangen gemeinsam "The Wheels on the Bus". Als Obama sich anschließend von den Kleinen beim Aufstehen helfen ließ, sorgte er für Lachsalven: "Ihr müsst mir alle helfen aufzustehen – weil ich alt bin."

Präsidentenzentrum öffnet im Juni seine Türen

Obama wird in diesem Jahr einen weiteren dauerhaften Fußabdruck in der amerikanischen Geschichte hinterlassen. Im Juni eröffnet sein Präsidentenzentrum samt Bibliothek in Chicago – ein Projekt, das seine Amtszeit und sein politisches Vermächtnis für kommende Generationen dokumentieren soll.

Der 34-jährige Bürgermeister Mamdani, dessen Aufstieg, Jugend und progressive Agenda Vergleiche mit Obamas eigener politischer Karriere hervorrufen, kann dabei auf den ehemaligen Präsidenten als Ratgeber zählen. Obama hat ihm angeboten, als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen – ein weiteres Zeichen dafür, dass der 64-Jährige trotz Michelles Wünschen nicht loslassen kann.

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