Donald Trump: "Das ist Versagen!" Trump-Nichte rechnet mit US-Präsidenten ab

Harte Worte aus der eigenen Familie: Mary Trump wirft dem US-Präsidenten ein "katastrophales Versagen" im Iran-Konflikt vor. Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits gewaltig und könnten sich noch massiv verschärfen. Experten schlagen Alarm.

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Scheitert Donald Trump am Iran-Konflikt? (Foto) Suche
Scheitert Donald Trump am Iran-Konflikt? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Schwere Vorwürfe: Mary Trump nennt den Iran-Krieg einen "katastrophalen Fehler"
  • Globale Folgen: Größte Ölversorgungsstörung der Geschichte droht
  • Massive Kosten: Verluste von bis zu 20 Milliarden Dollar – pro Tag

Die Nichte des US-Präsidenten erhebt schwere Vorwürfe gegen Donald Trumps Militäreinsatz im Iran. Mary Trump, Psychologin und Autorin, bezeichnete den Konflikt in einem am Montag veröffentlichten Beitrag als "katastrophalen Fehler" mit vorhersehbaren Konsequenzen.

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Trump-Nichte rechnet mit Iran-Strategie des US-Präsidenten ab

"Donald ist in diesen Konflikt eingetreten, obwohl Experten ausdrücklich davor gewarnt hatten, dass es ein katastrophaler Fehler sein würde", schrieb sie. Die Folgen seien für jeden absehbar gewesen, der aufgepasst habe. Besonders hart fällt ihr Urteil über die aktuelle Strategie aus. Was nun als Ausweg aus dem Krieg vorgeschlagen werde, sei lediglich eine Rückkehr zum vorherigen Status quo – allerdings unter deutlich schlechteren Bedingungen. "Das ist keine Strategie. Das ist Versagen", so Mary Trump.

Vor zwei Monaten war die Straße von Hormus noch offen. Tanker passierten die Meerenge ohne Zwischenfälle. Heute hat der Iran den strategisch wichtigen Seeweg geschlossen, während die Trump-Regierung eine zusätzliche Blockade verhängte. Die Internationale Energieagentur stuft die Situation als größte Ölversorgungsstörung ein, die jemals verzeichnet wurde. Vor dem Konflikt flossen rund 20 Prozent des weltweiten Öls und etwa 20 Prozent des globalen Flüssiggas-Handels durch diese enge Passage. Monatlich durchquerten tausende Schiffe die Meerenge. Der Tankerverkehr ist nach Schätzungen auf einen Bruchteil des Vorkriegsniveaus eingebrochen. Berichten zufolge liegen derzeit tausende Schiffe im Persischen Golf fest. Einige Analysten und ehemalige Diplomaten bewerten die Lage als potenziellen strategischen Gewinn für den Iran.

Die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts sind verheerend. Die Federal Reserve Bank of Dallas rechnet mit einem Rückgang des globalen Bruttoinlandsprodukts um 2,9 Prozentpunkte im zweiten Quartal 2026, sollte die Versorgungsstörung anhalten. Bei einer Dauer von einem Jahr könnte das weltweite BIP um 1,3 Prozentpunkte schrumpfen. Die geschätzten globalen Verluste belaufen sich bereits auf rund 20 Milliarden Dollar pro Tag. Setzen sich die aktuellen Entwicklungen fort, könnten die Gesamtschäden auf bis zu 5 Billionen Dollar anwachsen.

Mary Trump bezeichnet die Zahlen als "erschütternd". Die Amerikaner würden gerade erst beginnen, die "Kosten des Chaos" zu spüren, das ihr Onkel verursacht habe. Die US-Wirtschaft sei schon vor dem Krieg angeschlagen gewesen – nun stecke sie in ernsthaften Schwierigkeiten.

Ölpreis treibt Lebensmittelkosten in die Höhe

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent liegt aktuell bei etwa 114 Dollar pro Barrel. Diese Entwicklung schlägt unmittelbar auf die Benzinpreise durch. Höhere Treibstoffkosten verteuern wiederum Nahrungsmittel, Medikamente, Industrieproduktion und Transport. Praktisch jeder Wirtschaftsbereich ist betroffen. Das US-Landwirtschaftsministerium prognostiziert für 2026 einen Anstieg der Lebensmittelpreise um 3,6 Prozent als direkte Folge der gestiegenen Ölkosten. International fallen die Auswirkungen noch drastischer aus.

Die Philippinen haben bereits den Energienotstand ausgerufen. Pakistan sah sich gezwungen, vorübergehend Schulen zu schließen, um Treibstoff einzusparen. Dies sind keine abstrakten Konsequenzen, sondern konkrete Entscheidungen, die das Leben realer Menschen beeinflussen.

Trump-Heuchelei bei Lebensmittelpreisen

Mary Trump wirft ihrem Onkel massive Doppelmoral vor. Im Wahlkampf 2024 hatte Donald Trump die Eierpreise zu einem zentralen Thema gemacht. Er lastete die steigenden Lebensmittelkosten seinem Vorgänger an – obwohl diese größtenteils auf einen Ausbruch der Vogelgrippe und die notwendige Keulung von Geflügel zurückgingen. "Das hat ihn nicht aufgehalten. Er griff täglich an. Er vereinfachte ein komplexes Thema zu einer politischen Waffe. Und er versprach Erleichterung", schreibt seine Nichte. Nun verursache sein eigener Krieg genau jene Preissteigerungen, die er einst anprangerte. Die Wähler bemerkten dies trotz gegenteiliger Beteuerungen der Republikaner. Sie spürten die Auswirkungen bei jedem Einkauf und an jeder Tankstelle. Der Sender CNBC stellte diese Woche fest, dass Trump vor den Zwischenwahlen mit noch höheren Lebensmittelpreisen konfrontiert sein könnte.

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