Pete Hegseth: "Endloser Strom von Müll" – Trump-Minister geht auf Journalisten los
Diese Pressekonferenz eskaliert komplett: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth geht frontal auf Journalisten los. Von "Müll" bis "unpatriotisch" – seine Vorwürfe haben es in sich. Und plötzlich zieht er sogar einen biblischen Vergleich.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Pete Hegseth attackiert Medien scharf und spricht von "endlosem Strom von Müll"
- Heftige Vorwürfe: Journalisten würden "unpatriotisch" handeln
- Auslöser: Sicherheitslecks, Iran-Strategie und interne Pentagon-Berichte
Verbaler Rundumschlag gegen US-amerikanische Medienvertreter: In einer Pressekonferenz bezeichnete US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Berichterstattung als "endlosen Strom von Müll" und warf Journalisten vor, "unglaublich patriotisch" zu handeln.
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Pressekonferenz eskaliert: Trump-Minister Pete Hegseth teilt heftig aus
"Trotz des historischen und wichtigen Erfolgs dieser Bemühungen und des Erfolgs unserer Truppen ist es manchmal schwer herauszufinden, auf welcher Seite einige von euch eigentlich stehen", erklärte der Pentagon-Chef. Die Medien würden eine "unerbittlich negative Berichterstattung" betreiben, die sie einfach nicht lassen könnten. Es wirke fast so, als würden sie nur für eine Seite anfeuern. Hegseth ging in seiner Attacke noch weiter und zog einen religiösen Vergleich heran. Er stellte Reporter in eine Reihe mit den Pharisäern – jenen biblischen Schriftgelehrten, die laut Überlieferung Jesus an die Römer auslieferten.
Hegseth questions the patriotism of U.S. media members:
— The American Conservative (@amconmag) April 16, 2026
"I can't help but notice the endless stream of garbage, the relentlessly negative coverage you cannot resist peddling. Sometimes it's hard to figure out what side some of you are actually on. It's incredibly unpatriotic." pic.twitter.com/gWcYGpcMIh
Besonders die Veröffentlichung geheimer Informationen brachte den Trump-Minister in Rage. "Sie sind bereit, Dinge auf Basis von Verschlusssachen zu publizieren, die potenziell Menschen in Gefahr bringen könnten", wetterte er. Solches Verhalten sei "unglaublich unverantwortlich und unpatriotisch". Er forderte Pressevertreter auf, zweimal darüber nachzudenken, welche Leben sie mit ihren Veröffentlichungen gefährdeten, und nannte dabei explizit die "New York Times" als Beispiel.
Sicherheitslecks und Iran-Strategie als Zündstoff
Auslöser für Hegseths Wutausbruch waren mehrere brisante Themen. Auf Fragen zum Atomchef der US-Armee, Andrew Hug, der angeblich geheime Informationen an eine Bekanntschaft aus einer Dating-App weitergegeben haben soll, reagierte der Minister knapp: "Er wird hier nicht mehr arbeiten, das ist einfach." Zusätzlich erhitzte ein Bericht über ein Pentagon-Briefing die Gemüter. Demnach habe das Verteidigungsministerium den Kongress informiert, dass eine Minenräumung in der Straße von Hormus bis zu sechs Monate dauern könnte. Hegseth bestätigte die Existenz des Berichts, bezeichnete ihn jedoch als weiteres Leck aus einer vertraulichen Sitzung hinter verschlossenen Türen.
Hegseth nutzte seinen Angriff auch für einen Seitenhieb auf die Medienberichterstattung während der Biden-Regierung. Das Pressekorps habe sich damals regelrecht verbogen, um Missstände zu erklären, behauptete er. Als konkretes Beispiel führte der Verteidigungsminister den Truppenabzug aus Afghanistan an. Die Medien hätten diesen als "größte Luftbrücke der amerikanischen Geschichte" gefeiert, obwohl er in Hegseths Augen "desaströs und schändlich" gewesen sei. "Es wirkt fast so, als würdet ihr nur für eine Seite anfeuern", warf er den anwesenden Journalisten vor.
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bua/news.de
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