Friedrich Merz News: Merz: "Ich brülle niemanden an"

Beim Koalitionsausschuss Mitte April ging es ziemlich hart zur Sache. So viel ist klar. Es gibt aber unterschiedliche Darstellungen, wie heftig es war.

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Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz (Archivbild). (Foto) Suche
Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz (Archivbild). Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Schilderungen aus dem jüngsten Koalitionsausschuss widersprochen, nach denen er Vizekanzler Lars Klingbeil angeschrien haben soll. "Ich will auch noch mal klarstellen: Ich brülle niemanden an", sagte er auf einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung, bei der die Gesundheitsreform und der Haushalt beschlossen wurden. "Wir haben natürlich auch hin und wieder Diskussionen, auch streitige Diskussionen. Aber Sie sehen an dem Beispiel des heutigen Tages, dass wir handlungswillig und handlungsfähig sind."

Der "Spiegel" hatte berichtet, dass CDU-Chef Merz den SPD-Vorsitzenden Klingbeil bei der Sitzung des Koalitionsausschusses in der Villa Borsig Mitte April angeschrien habe. Klingbeil hatte am Dienstag bei einem SPD-Treffen in Bielefeld bestätigt, dass er angebrüllt worden sei - allerdings ohne Merz zu nennen.

Klingbeil: Lasse mich "sehr gerne dafür anbrüllen"

Es sei nicht schlimm, wenn man mal angebrüllt werde, sagte er vor SPD-Bundestagsabgeordneten. "Ich sage Euch, wenn Matthias (Miersch) und Bärbel (Bas) und ich da sitzen in der Villa Borsig, und dann kommt - nur mal als theoretische Annahme - irgendjemand auf die Idee, man könnte Karenztage einführen oder den 1. Mai als Feiertag abschaffen, und dann sagen wir nein, dann lasse ich mich als SPD-Vorsitzender sehr gerne dafür anbrüllen, weil es hier um meine Grundhaltung geht."

In der Villa Borsig hatten die Spitzen der Koalition über die Energiekrise und Reformen beraten. Union und SPD verständigten sich schließlich auf Entlastungen zum Ausgleich der hohen Spritpreise. Beim Thema Reformen blieb eine weitreichende Einigung aber aus.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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