Friedrich Merz: Merz für Änderungen beim Rentenalter

In zwei Monaten soll die Rentenkommission ihre Vorschläge für eine grundsätzliche Reform vorstellen. Der Bundeskanzler sagt schon einmal, was er sich beim heiklen Punkt Rentenalter vorstellen kann.

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Friedrich Merz (CDU) spricht auf einer Pressekonferenz im Bundestag (Archivbild). (Foto) Suche
Friedrich Merz (CDU) spricht auf einer Pressekonferenz im Bundestag (Archivbild). Bild: picture alliance/dpa | Christophe Gateau

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich offen für Änderungen beim Rentenalter in Deutschland gezeigt. Das Rentenalter an die Beitragsjahre zu koppeln, sei "ein Element einer Rentenversicherung, das ich mir vorstellen kann", bekräftigte der CDU-Vorsitzende in einem "Spiegel"-Interview.

Auf die Frage, ob das gesetzliche Rentenalter über 67 hinaus steigen sollte, sagte Merz: "Ich halte mich nicht an Geburtsdaten fest, das ist irrelevant. Die Arbeitsministerin, Bärbel Bas, hat es einmal sehr richtig formuliert: Entscheidend sind die Beitragsjahre und nicht das Lebensalter."

Empfehlungen für grundsätzliche Reformen Ende Juni erwartet

Das gesetzliche Rentenalter automatisch an die steigende Lebenserwartung zu koppeln, betrachtete Merz hingegen skeptisch. "Das würde dann ein statisches Renteneintrittsalter bedeuten. Ob das nun so viel klüger ist, da würde ich Fragezeichen setzen", sagte der Kanzler. "Wie sollen wir denn erklären, dass jemand, der ein Studium gemacht hat und vielleicht erst mit Anfang 30 in den Beruf eintritt, ebenso mit 68 in Rente geht wie jemand, der als Auszubildender mit 16 angefangen hat?"

Er wolle aber keine Details der Rentendebatte vorwegnehmen, sagte Merz, und verwies auf den Bericht des zuständigen Gremiums. Die Rentenkommission der Bundesregierung soll bis Ende Juni Empfehlungen für grundsätzliche Reformen vorlegen.

Bereits im Dezember hatte Merz eine Koppelung des Renteneintrittsalters an die Zahl der Beitragsjahre in der ARD "erwägenswert" genannt. Der Wirtschaftsprofessor Jens Südekum hatte sich dafür ausgesprochen, den Renteneintritt nicht mehr an das Alter, sondern an die Zahl von Beitragsjahren zu knüpfen. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) bezeichnete die Idee als "grundsätzlich ganz gut".

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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