Putins Krieg: Drohne jagt Drohne - FPV-Kamikazedrohne verteidigt Panzer vor Zerstörung
11.10.2026, 02:55 Uhr - Das Verteidigungsministerium der Ukraine meldet einen erneuten russischen Truppenvorstoß bei Rai-Oleksandrivka. Eine neues Angriffsziel entwickelt sich in der Ukraine.
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer - Uhr
Suche
Neue Aufnahmen der ukrainischen Einheit CODE 9.2 zeigen einen ungewöhnlichen Kampfeinsatz: Ein ukrainischer Panzer und ein Bradley-Schützenpanzer rücken mit massiven Anti-Drohnen-Schutzkonstruktionen gegen russische Stellungen vor. Während die Fahrzeuge ihre Ziele bekämpfen, werden sie aus der Luft von mehreren ukrainischen Drohnen begleitet. Auf dem Rückweg nähert sich nach Angaben der Einheit eine russische FPV-Kamikazedrohne – doch eine ukrainische Abfangdrohne greift ein und stoppt sie noch vor dem Einschlag. Der Einsatz zeigt die sich verhärtende Präsenz der Technik im Krieg in der Ukraine: Drohnen greifen längst nicht mehr nur Panzer, Infrastruktur oder Menschen an, sondern werden zunehmend auch eingesetzt, um andere Drohnen abzufangen. Das beeinflusst nicht nur die weitere Entwicklung der Drohnen, sondern verändert das Angriffsziel drastisch.
An der ostukrainischen Front bei Rai-Oleksandrivka wurden erneut Truppenbewegungen gesichtet. Zuletzt meldete das ukrainische Verteidigungsministerium einen Vorstoß russischer Einheiten. Am 11.10.2026 um 02:55 Uhr gab das Ministerium Folgendes bekannt: "Russische Streitkräfte rückten bei Rai-Oleksandrivka und Pryluky vor." Die militärische Offensive ereignete sich am 10.10.2026, um 07:04 Uhr. Auch bei Anyshchyne, Hirke und Tsvitkove wurden Kampfhandlungen in den letzten Tagen gemeldet.
Das aktuell betroffene Gebiet liegt in der Region Donetsk Oblast, im Kreis Kramatorsk Raion. Die nächste größere Stadt, Sloviansk, befindet sich 19,9 Kilometer vom Kriegsschauplatz entfernt.
Rai-Oleksandrivka unter russischem Angriff
+++ 10.10.2026 um 07:04: Russische Streitkräfte rückten bei Rai-Oleksandrivka und Pryluky vor. +++
+++ 08.10.2026 um 07:28: Russische Streitkräfte rückten bei Anyshchyne vor. +++
+++ 07.10.2026 um 07:02: Russische Streitkräfte rückten bei Hirke vor. +++
+++ 06.10.2026 um 08:54: Russische Streitkräfte rückten bei Tsvitkove vor. +++
+++ 05.10.2026 um 08:58: Russische Streitkräfte rückten bei Bilytske vor. Die Frontlage bei Kotlyne wurde geklärt. +++
+++Die Informationen und Daten dieses Textes stammen von der Deep State Map, einem vom ukrainischen Verteidigungsministerium geförderten Datenprojekt. Sie bilden daher vor allem die ukrainische Sicht ab und können ohne russische Angaben keine vollständige Perspektive auf das Geschehen bieten.+++
Ukraine meldet 47 russische Verluste binnen eines Tages
Nach Daten des ukrainischen Verteidigungsministeriums wurden am 12.10.2026 insgesamt 92 russische Soldaten getötet oder verletzt. Damit lag die Zahl um 92 über dem Wert der Verluste des Vortags. Das ukrainische Militär meldet außerdem 389 getroffene Ziele durch Drohnen, Truppenangriffe und andere militärische Einsätze.
- 92 russische Soldaten durch das ukrainische Militär getroffen, darunter 47 getötet und 45 verletzt
- 389 militärische Angriffe trafen strategische Ziele der russischen Armee, darunter 120 zerstört
Unser Wochenrückblick zeigt, dass in den vergangenen sieben Tagen 69 mehr verletzte und getötete russische Soldaten gemeldet wurden als in der Woche zuvor. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 1861 Personalverluste registriert. Für die vorherige Woche hatte das ukrainische Verteidigungsministerium 1792 Verluste gemeldet.
Ukraine erobert 7,283 % des besetzten Gebiets zurück
Russische Truppen haben seit dem Beginn der Invasion in die Ukraine am 24.02.2022 12,112 % des Landes besetzt. Die besetzten Gebiete liegen vor allem im Südosten des Landes. Im Laufe des Krieges konnte das ukrainische Militär 7,283 % zurückerobern. Besonders erfolgreich war der angegriffene Staat dabei im Norden und Nordosten. Das Verteidigungsministerium der Ukraine stuft außerdem 6,837 % des Landes als bereits vor dem 24.02.2022 eingenommen ein. Dazu zählt der angegriffene Staat auch die Halbinsel Krim im äußersten Süden des Landes am Schwarzen Meer.
Wochenrückblick 03.10.2026 bis 10.10.2026: Die als seit dem 24.02.2022 besetzt markierte Fläche veränderte sich um +34.4 km² (+0.005 Prozentpunkte). Die als zurückerobert markierte Fläche veränderte sich um -12.2 km² (-0.002 Prozentpunkte). Die größte absolute Veränderung im Statusvergleich betrifft „Seit dem 24.02.2022 besetzt“ mit +34.4 km². Hinweis: Der Vergleich beschreibt Änderungen zwischen zwei DeepState-Snapshots. Eine Fläche, die nicht mehr als besetzt markiert ist, ist nicht automatisch als militärisch gesichert zurückerobert zu interpretieren.
Hier lesen Sie die neuesten Nachrichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine:
+++Dieser Text wurde auf der Basis der Daten von der Deep State Map generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unterhinweis@news.demitteilen.+++
mel/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.