Debakel für Friedrich Merz: Dramatischer Absturz nach einem Jahr im Amt

Vor einem Jahr glaubten noch 43 Prozent der Deutschen an einen wirtschaftlichen Aufschwung unter Friedrich Merz. Mittlerweile sind es nur noch 19 Prozent. Eine aktuelle INSA-Umfrage zeigt, wie dramatisch das Vertrauen der Bevölkerung eingebrochen ist.

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Friedrich Merz kassiert eine herbe Umfrage-Klatsche. (Foto) Suche
Friedrich Merz kassiert eine herbe Umfrage-Klatsche. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • Nur noch 19 Prozent glauben an wirtschaftlichen Aufschwung
  • Wirtschaft löst Migration als größte Sorge der Deutschen ab
  • Zwei Drittel rechnen nicht mehr mit einer positiven Entwicklung

Die Stimmung in Deutschland hat sich knapp ein Jahr nach dem Amtsantritt der Bundesregierung unter Friedrich drastisch verschlechtert. Eine aktuelle Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA für "Bild" offenbart einen massiven Vertrauensverlust in der Bevölkerung.

Besonders auffällig: Die wirtschaftliche Lage hat das Thema Zuwanderung als größte Sorge der Deutschen abgelöst. Mittlerweile betrachten 33 Prozent der Befragten die ökonomische Situation als drängendstes Problem des Landes. Gleichzeitig schwindet der Optimismus rapide. Lediglich 19 Prozent rechnen noch mit einem wirtschaftlichen Aufschwung unter der aktuellen Regierung – vor zwölf Monaten lag dieser Wert noch bei 43 Prozent.

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Umfrage-Schock: Vertrauen in Merz-Regierung stürzt ab

Die Verschiebung der Prioritäten ist bemerkenswert: Noch im September 2025 nannten 33 Prozent der Befragten die Zuwanderung als wichtigstes Problem Deutschlands. Dieser Anteil ist seither kontinuierlich gesunken und liegt im April 2026 nur noch bei 23 Prozent. Im Gegenzug rückten wirtschaftliche Sorgen in den Vordergrund. Im vergangenen Herbst betrachteten lediglich 23 Prozent die ökonomische Lage als Hauptproblem – inzwischen sind es 33 Prozent. Die Themen haben damit innerhalb weniger Monate praktisch die Plätze getauscht. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Verunsicherung der Bevölkerung angesichts ausbleibender wirtschaftlicher Impulse wider. Der Glaube an einen Aufschwung unter der aktuellen Regierung ist regelrecht kollabiert. Vor einem Jahr rechneten noch 43 Prozent der Deutschen mit wirtschaftlichem Wachstum. Dieser Wert ist auf magere 19 Prozent abgestürzt.

Parallel dazu wächst die Gruppe der Pessimisten rasant an. Im Mai 2025 bezweifelten 40 Prozent der Befragten eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Mittlerweile teilen 64 Prozent diese skeptische Einschätzung. Damit rechnen fast zwei Drittel der Bevölkerung nicht mehr damit, dass die Merz-Regierung die ökonomische Wende schaffen kann. Von der Aufbruchstimmung nach dem Regierungswechsel ist kaum noch etwas übrig.

Jeder zweite Deutsche bangt um die eigene finanzielle Zukunft

Die Sorgen der Deutschen beschränken sich nicht auf die gesamtwirtschaftliche Lage. Auch beim Blick auf das eigene Portemonnaie dominiert Pessimismus: 50 Prozent der Befragten befürchten eine Verschlechterung ihrer persönlichen Finanzsituation. Die Hoffnung auf eine Besserung ist hingegen auf nur noch 9 Prozent geschrumpft – nach einem kurzen Zwischenhoch von 15 Prozent im Mai 2025.

Beim Thema Migration und Asyl zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Inzwischen erwarten 39 Prozent eine Verschärfung der Situation, vor einem Jahr waren es noch 28 Prozent. Nur noch 14 Prozent rechnen mit einer Verbesserung.

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