Militärexperte trifft Prognose: Darum wird das Ende des Iran-Krieges für Trump in einer Blamage enden

Diese Prognose dürfte Donald Trump missfallen. Militärexperte Klemens Fischer ist überzeugt, dass die nächsten Iran-Gespräche den Krieg beenden werden. Doch Donald Trump wird aus dem Konflikt als Verlierer hervorgehen.

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Donald Trump wird als Verlierer aus dem Iran-Krieg hervorgehen. (Foto) Suche
Donald Trump wird als Verlierer aus dem Iran-Krieg hervorgehen. Bild: picture alliance:dpa:AP | Evan Vucci
  • Vorhersage zum Ende des Iran-Krieges von Militärexperte
  • Klemens Fischer ist "sicher, dass die Iran-Gespräche den Krieg beenden"
  • Donald Trump wird als Verlierer aus dem Iran-Konflikt hervorgehen

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Islamabad stehen unmittelbar bevor und der Ton aus Washington hat sich drastisch gewandelt. Statt Drohungen verkündete US-Präsident Donald Trump auf Truth Social unlängst, dass eine Einigung in greifbarer Nähe sei.

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Vorhersage zum Ende des Iran-Krieges von Militärexperte Klemens Fischer

Auch Militärexperte Klemens Fischer zeigt sich überzeugt, dass die Gespräche erfolgreich sein werden. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Gespräche den Krieg beenden werden", erklärt der Professor für Internationale Beziehungen an der Universität zu Köln gegenüber "Focus Online". Beide Seiten hätten ein starkes Interesse daran, aus dem Konflikt zu retten, was noch möglich sei.

Donald Trump unter Druck - US-Präsident will Iran-Krieg vor Zwischenwahlen beenden

So steht US-Präsident Donald Trump unter enormem politischen Druck. Noch vor dem 1. Mai, wenn die Frist für den Iran abläuft, braucht der US-Präsident dringend eine Einigung. Fischer sieht den Grund in den bevorstehenden Zwischenwahlen: Ein anhaltender Konflikt könnte Donald Trump an den Urnen schaden. Militärisch wäre ein Sieg zwar möglich, doch die Kosten wären immens. Der Iran könne einem reinen Luftkrieg noch 50 bis 60 Tage standhalten, so der Militär-Experte. Für einen echten Triumph müssten amerikanische Bodentruppen einmarschieren - ein Szenario, das weder militärisch noch politisch tragbar wäre.

Militärexperte glaubt: Es braucht kreative Lösungen für die heiklen Streitpunkte

Trotz der komplexen Forderungen beider Seiten sieht Klemens Fischer Spielraum für Kompromisse:

  • Für die strategisch wichtige Straße von Hormus schlägt er eine internationale Kontrollinstanz vor, die den Schiffsverkehr überwachen und eine abgemilderte Form von Durchfahrtsgebühren erheben könnte.
  • Beim umstrittenen angereicherten Uran wäre eine elegante Lösung denkbar: Die USA könnten schlicht erklären, das Material sei durch die Luftangriffe unbrauchbar geworden. Eine formelle Übergabe würde damit überflüssig.
  • Das iranische Raketenprogramm ließe sich laut dem Experten durch Beschränkungen der Reichweite entschärfen.

Schlappe für Donald Trump - US-Präsident wird als Verlierer aus dem Iran-Konflikt hervorgehen

Fischer glaubt aber, dass Teheran und nicht die USA als Sieger aus dem Konflikt hervorgehen werden. Denn die bittere Ironie des Konflikts liegt für den Militärexperten auf der Hand: Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben das iranische Regime letztlich gefestigt statt geschwächt. Die Angriffe löschten nicht nur die alte Führungsriege um Revolutionsführer Ali Chamenei aus, sondern auch jene zweite Generation, mit der Washington ursprünglich verhandeln wollte. Nun übernimmt eine dritte, junge Führungsschicht die Macht in Teheran. Diese neue Elite müsse sich vor niemandem rechtfertigen, analysiert der Experte.

Bei Trump und Netanjahu sei das anders. Sie stünden unter wachsendem Erklärungsdruck gegenüber der Weltöffentlichkeit. Der US-Präsident werde daher versuchen, jedes Abkommen als "endgültigen Sieg" darzustellen. In Wahrheit, so Fischer, bedeute ein Deal wohl nur einen Zeitgewinn von etwa zehn Jahren für den Iran.

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