Donald Trump: Beißender Spott - US-Präsident bezeichnet Iran-Plan als "nutzlos"

Die Straße von Hormus ist erneut dicht - auch deshalb, weil Donald Trump an der US-Blockade festhält. Eine geplante Marinemission der Europäer hält er jedoch für "nutzlos". Seine Worte in Richtung Keir Starmer fallen gewohnt spöttisch aus. 

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Erst forderte er sie, jetzt will er sie nicht mehr - Donald Trump spottet über Hilfsangebote der Nato bei der Bewachung der Straße von Hormus. (Foto) Suche
Erst forderte er sie, jetzt will er sie nicht mehr - Donald Trump spottet über Hilfsangebote der Nato bei der Bewachung der Straße von Hormus. Bild: dpa/Kay Nietfeld
  • Straße von Hormus laut Teheran wieder geschlossen
  • Donald Trump setzt weiter auf US-Blockaden im Iran
  • Hilfe aus Großbritannien und Frankreich: US-Präsident spricht von "Papiertiger"
  • Trump spottet über Nato-Pläne im Iran - wie geht es jetzt weiter?

Nur zwei Tage nachdem der Iran verkündete, die Straße von Hormus sei wieder offen, werden die Karten am Wochenende neu gemischt. Teheran kündigte an, dieMeerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird, erneut zu schließen. Grund dafür sei die anhaltende US-Blockade. Vom Ende des Konflikts im Iran kann also keine Rede sein - auch wenn Donald Trump Hilfe aus Europa kategorisch ausschließt. 

Straße von Hormus wieder dicht - Donald Trump setzt weiter auf US-Blockade

Wie unter anderem die "Deutsche Presse-Agentur" berichtet, hat das US-Militär nach eigenen Angaben die Seeblockade in der Straße von Hormus und in der Nähe der Meerenge auch am Sonnabend weiter aufrechterhalten. Seit Beginn der Maßnahme hätten demnach 23 Schiffe auf Anweisung der US-Streitkräfte ihren Kurs geändert oder seien umgekehrt, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.

Bei der Aufrechterhaltung der Blockade wolle Donald Trump indes keine Hilfe aus Europa entgegennehmen. Ein Angebot gab es bereits. 

Großbritannien und Frankreich wollen Kriegsschiffe in den Iran entsenden

Während der britische Premierminister Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Freitag ankündigten, Kriegsschiffe zum Schutz der Meerenge zu entsenden, reagierte US-Präsident Donald Trump mit beißendem Spott. Er bezeichnete die geplante Mission der NATO-Verbündeten als "nutzlos" und forderte sie auf, fernzubleiben.

"Sie sollen wegbleiben" - Hilfe der Nato ist unerwünscht

"Jetzt, wo die Situation an der Straße von Hormus vorbei ist, erhielt ich einen Anruf von der NATO, ob wir Hilfe bräuchten. ICH SAGTE IHNEN, SIE SOLLEN WEGBLEIBEN, ES SEI DENN, SIE WOLLEN NUR IHRE SCHIFFE MIT ÖL BELADEN", schrieb Trump auf "Truth Social". Die Verbündeten seien ein "Papiertiger" gewesen, als man sie gebraucht habe.

Starmer und Macron planen Schutzmission trotz Trumps Ablehnung

Doch Frankreich und Großbritannien halten an ihrem Plan fest. Nach dem Pariser Gipfeltreffen erklärte der britische Premierminister Keir Starmer, Großbritannien und Frankreich würden eine gemeinsame Mission zum Schutz der Schifffahrt anführen, "sobald die Bedingungen es erlauben". "Die Welt braucht eine vollständig geöffnete Straße von Hormus, denn so halten wir die Preise niedrig und stoppen den wirtschaftlichen Schaden", betonte Starmer. Die Mission solle "strikt friedlich und defensiv" sein.

Bereits in der kommenden Woche sollen Planungstreffen in London stattfinden. Mehr als ein Dutzend Länder haben zugesagt, Ressourcen beizusteuern.

Allerdings bestehen Zweifel an der Einsatzbereitschaft der britischen Marine. Die "HMS Dragon" benötigte Wochen, um Zypern zu erreichen, und musste dann peinlicherweise zur Reparatur einlaufen. Ob Teheran die geplante Marinemission überhaupt akzeptieren würde, bleibt zudem offen.

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/news.de/dpa/stg

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