Donald Trump: Iran hat "angerufen" - und der US-Präsident droht schon wieder

Noch während US-Truppen im Iran kämpfen, richtet Donald Trump seinen Blick bereits auf das nächste Ziel: Kuba. Der Präsident bezeichnete den Karibikstaat als "gescheiterten Staat" und stellte eine Intervention in Aussicht.

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Nach den ersten gescheiterten Verhandlungen spricht US-Präsident Donald Trump nun von einem Anruf aus dem Iran. Man sei bereit für einen Deal. (Foto) Suche
Nach den ersten gescheiterten Verhandlungen spricht US-Präsident Donald Trump nun von einem Anruf aus dem Iran. Man sei bereit für einen Deal. Bild: dpa/AP/Alex Brandon
  • Iran-Krieg bald beendet? Donald Trump spricht von einem möglichen Deal
  • Anruf aus dem Iran - US-Präsident widmet sich bereits dem nächsten Konflikt
  • Drohungen Richtung Kuba - USA mit weiterem Säbelrasseln

Die diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran sind am Wochenende zunächst gescheitert. Doch nun gibt es offenbar neue Bewegung, nachdem Donald Trump laut Expertenmeinung mit der Errichtung einer Gegenblockade zu See den richtigen Hebel gegen den Iran gefunden hat.

Iran-News aktuell - Donald Trump meldet "Anruf" und spricht von möglichem Deal

US-Präsident Donald Trump verkündete laut "Focus Online" am Montag in Washington, dass sich Teheran bei der amerikanischen Seite gemeldet habe. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden", erklärte Trump am Mittag Ortszeit. Der iranischen Führung sei sehr daran gelegen, eine Einigung zu erzielen. "Sie wollen einen Deal machen" und zwar unbedingt, so der US-Präsident. Von iranischer Seite liegt bislang keine öffentliche Bestätigung dieser Darstellung vor.

Atomwaffen als rote Linie

Der zentrale Streitpunkt bei den Gesprächen am Wochenende war laut Trump die amerikanische Kernforderung: Teheran dürfe unter keinen Umständen in den Besitz von Nuklearwaffen gelangen. Die iranische Delegation habe dieser Bedingung nicht zugestimmt, räumte der US-Präsident ein. Dennoch zeigte er sich überzeugt, dass ein Einlenken folgen werde. "Ich bin mir fast sicher. Genau genommen bin ich mir sicher", betonte Trump. Ohne diese Zusage werde es keine Vereinbarung geben.

Darüber hinaus forderte Trump die Herausgabe des hochangereicherten Urans, das sich tief unter iranischen Atomanlagen befinden soll. Die Vorräte würden entweder freiwillig übergeben – oder man werde sie sich holen, drohte der Präsident.

Während Trumps Kritiker, worunter mitunter laut neuesten Berichten sogar der Papst zählt, immer lauter werden, schürt der US-Präsident nach Teherans mutmaßlichem Einlenken bereits den nächsten Konflikt.

Nach dem Iran - Kuba im Visier des US-Präsidenten

Nach dem Iran richtet Trump seinen Blick auf Kuba. "Vielleicht werden wir in Kuba vorbeischauen, wenn wir hiermit fertig sind", kündigte der Präsident mit Verweis auf den laufenden Krieg gegen den Iran an. Als Begründung führte er die Behandlung von US-Bürgern mit kubanischen Wurzeln an. Viele von ihnen seien schlecht behandelt worden, ihre Familienangehörigen getötet oder ausgeraubt worden. Trump bezeichnete den Karibikstaat als gescheitert. "Kuba ist ein gescheiterter Staat", sagte er. Konkrete Maßnahmen nannte der Präsident nicht. Wie ernst es ihm mit dieser Aussage ist, bleibt abzuwarten. Allerdings: Der US-Präsident hat nicht das erste Mal eine Drohung gegen den Inselstaat ausgesprochen. Bereits vergangenen Monat setzte Washington Kuba unter Druck. Trump kündigte gegenüber den Medien an, Kuba "übernehmen" zu wollen.

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