Ukraine-Krieg aktuell: Roboter stürmen Putin-Stellung - Drohnen-Armee stellt Kremlchef bloß

Ein Einsatz, der die Kriegsführung auf ein neues Level hebt: In der Ukraine haben erstmals ausschließlich Drohnen und Bodenroboter eine russische Stellung eingenommen – ohne direkten Einsatz von Soldaten. Die Operation gilt bereits jetzt als Wendepunkt im Krieg.

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Wladimir Putin führt seit 2022 Krieg gegen die Ukraine.  (Foto) Suche
Wladimir Putin führt seit 2022 Krieg gegen die Ukraine.  Bild: picture alliance/dpa/Kremlin Pool Planet Pix via ZUMA Press Wire | Mikhail Metzel
  • Ukraine nimmt russische Stellung erstmals komplett ohne Soldaten ein
  • Bodenroboter mit Sprengstoff und Drohnen erzwingen Kapitulation
  • Selenskyj spricht von "22.000 geretteten Leben" durch Robotereinsätze

Im Ukraine-Krieg ist ein neuer, historischer Meilenstein erreicht worden, wie unter anderem die "Bild"-Zeitung berichtet. Zum ersten Mal gelang es ukrainischen Einheiten, eine feindliche Stellung vollständig ohne direkten Einsatz von Infanterie zu erobern. Statt Soldaten kamen ausschließlich unbemannte Systeme zum Einsatz – Drohnen aus der Luft und Bodenroboter am Boden.

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Selenskyj bestätigt historischen Roboter-Einsatz im Ukraine-Krieg

Nach "Bild"-Angaben bestätigtePräsident Wolodymyr Selenskyj den Einsatz, der bereits im Juli 2025 stattgefunden haben soll. Die Operation zeigt eindrucksvoll, wie stark sich die Kriegsführung in Richtung automatisierter Systeme verschiebt.

"Krieg ohne Soldaten": So lief die Operation ab

Die Spezialeinheit NC13 setzte bei dem Angriff auf eine ausgeklügelte Taktik. Laut dem 3. Armeekorps kamen Bodenfahrzeuge zum Einsatz, die jeweils rund 30 Kilogramm Sprengstoff transportierten. Während Drohnen das Geschehen aus der Luft absicherten, rollten die Roboter direkt auf die russische Stellung zu.

Das erste Fahrzeug detonierte am Eingang eines Unterstands und sprengte diesen auf, schildert die "Bild"-Zeitung die Geschehnisse. Ein zweiter Roboter blockierte anschließend gezielt den Zugang – die eingeschlossenen Putin-Soldaten hatten keine Fluchtmöglichkeit mehr. Jeder Versuch, die Maschine zu überwinden, hätte eine Explosion ausgelöst. Schließlich kam es zur Kapitulation. Die russischen Soldaten hielten ein handgeschriebenes Schild in die Kamera eines Roboters und signalisierten so ihre Aufgabe.

Drohnen übernehmen Gefangenen-Eskorte

Nach der Kapitulation leiteten Drohnen die gefangenen russischen Soldaten aus den Trümmern der zerstörten Stellung heraus. Die Männer folgten den Anweisungen der fliegenden Überwacher und legten sich auf einem nahegelegenen Feldweg nieder.

Erst 20 Minuten später rückten ukrainische Soldaten nach. Sie nahmen die Russen in Gewahrsam und sicherten das Gebiet – ohne dass ein einziger Schuss fiel. Die gesamte Gefangennahme verlief damit ebenso unblutig wie die Eroberung selbst. Der Einsatz bewies, dass unbemannte Systeme mittlerweile auch die heikle Phase nach einem Gefecht kontrollieren können.

Wendepunkt in der modernen Kriegsführung

Der Einsatz markiert einen fundamentalen Wandel: Autonome und ferngesteuerte Systeme können inzwischen auch anspruchsvolle Kampfaufgaben eigenständig bewältigen. Längst sind Drohnen und Bodenroboter an der ukrainischen Front unverzichtbar geworden – für Aufklärung, Materialtransport und Verwundetenbergung.

Die Zahlen unterstreichen diese Entwicklung eindrucksvoll. Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj berichtete von einem Anstieg der Robotereinsätze um 50 Prozent allein im März gegenüber dem Vormonat. Innerhalb von drei Monaten wurden mehr als 22.000 Einsätze unbemannter Systeme verzeichnet. "22.000 Mal wurden Leben gerettet", betonte Selenskyj die Bedeutung dieser Technologie für den Schutz ukrainischer Soldaten.

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/gom/news.de/stg

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