Wladimir Putins Droh-Liste gegen Europa: Jetzt nennt Moskau konkrete Ziele – auch Deutschland im Visier
Kremlchef Wladimir Putin geht in die Offensive – und nennt erstmals konkrete Ziele in Europa. Darunter: Standorte in Großbritannien und Deutschland. Die Drohung ist unmissverständlich. Wie ernst ist die Lage wirklich?
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Russland veröffentlicht Droh-Liste mit angeblichen Zielen in Europa
- Ex-Präsident Dmitri Medwedew droht Europa in X-Post
- Moskau warnt vor "unvorhersehbaren Konsequenzen" und spricht von Eskalation durch den Westen
Wladimir Putin sorgt mit einer neuen Drohung für Wirbel. Russland hat eine Liste veröffentlicht – mit angeblichen Produktionsstätten für ukrainische Militärdrohnen. Und die liegen nicht irgendwo, sondern mitten in Europa!
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Putin nennt konkrete Ziele in Europa - auch Deutschland steht auf Russlands Droh-Liste
Besonders heikel: Drei der genannten Adressen befinden sich der Ankündigungzufolge in Großbritannien – in London, Leicester und im Bezirk Suffolk. Dort sorgt vor allem ein Ort für Alarm: Mildenhall. Denn diese Adresse liegt direkt in der Nähe eines wichtigen RAF-Stützpunkts, der auch von der US-Luftwaffe genutzt wird. Moskau behauptet, dort sitze der ukrainische Raketenhersteller "Fire Point". Beweise dafür gibt es bislang nicht.
Neben den britischen Zielen nannte das Ministerium weitere angebliche Produktionsstätten in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Polen, Tschechien, Spanien, Italien, Israel und der Türkei. In Deutschland sollen sich die angeblichen Ziele unter anderem in München befinden.
Offene Drohung aus Moskau: Medwedew schießt gegen Europa
Dmitri Medwedew, ehemaliger russischer Präsident und aktuell Putins Stellvertreter im Sicherheitsrat, ließ keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Drohung. Auf der Plattform X stellte er klar: "Die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums muss wörtlich genommen werden: Die Liste europäischer Einrichtungen, die Drohnen und andere Ausrüstung herstellen, ist eine Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte."
Wann aus der Drohung Realität wird, hänge davon ab, "was als Nächstes kommt", so Medwedew weiter. Seine Nachricht schloss er mit einem höhnischen Gruß an die westlichen Verbündeten: "Schlaft gut, europäische Partner!"
Russian Defense Ministry’s statement must be taken literally: the list of European facilities which make drones & other equipment is a list of potential targets for the Russian armed forces. When strikes become a reality depends on what comes next. Sleep well, European partners!
— Dmitry Medvedev (@MedvedevRussiaE) April 15, 2026
Moskau warnt vor "unvorhersehbaren Konsequenzen"
Das russische Verteidigungsministerium begründete die Veröffentlichung der Droh-Liste mit einer angeblichen Eskalation durch den Westen. Die Führungen mehrerer europäischer Staaten hätten angesichts steigender Verluste und Personalmangels bei den ukrainischen Streitkräften beschlossen, die Drohnenproduktion und -lieferungen an Kiew massiv auszuweiten.
Moskau betrachtet dies nach eigener Darstellung als "bewussten Schritt, der zu einer scharfen Eskalation der militärisch-politischen Lage in ganz Europa führt". Die betroffenen Länder würden sich dadurch schleichend in ein "strategisches Hinterland der Ukraine" verwandeln.
Das Ministerium warnte unmissverständlich: "Terrorangriffe gegen Russland" könnten zu "unvorhersehbaren Konsequenzen" führen.
Dokumentierte Drohungen - diese Länder zittern vor Russland
Der Account WarTranslated dokumentierte die Drohungen auf X und fasste zusammen: "Das russische Verteidigungsministerium habe Adressen von Fabriken veröffentlicht, die angeblich Drohnen für die Ukraine herstellen. Zudem habe Russland eine mögliche Eskalation angekündigt und drohe mit Angriffen auf Europa."
The Russian Ministry of Defense has published the addresses of factories allegedly manufacturing drones for Ukraine. Furthermore, Russia has announced a possible escalation and is threatening strikes against Europe amid the increasing supply of drones to Ukraine. pic.twitter.com/wi8xpnPz3e
— WarTranslated (@wartranslated) April 15, 2026
Neben Großbritannien und Deutschland stehen auch Standorte in den baltischen Staaten Lettland und Litauen auf der Liste – insgesamt nennt Moskau Ziele in mehr als einem Dutzend Ländern.
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sba/bua/news.de
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