Wladimir Solowjow: Putin-Sprachrohr rechnet mit Europa und Orbán ab
Neue verbale Eskalation im russischen Staatsfernsehen: Moderator Wladimir Solowjow soll erneut mit scharfen, teils widersprüchlichen Aussagen über Europa, Ungarn und die russische Wirtschaft polarisiert haben.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Wladimir Solowjow provoziert mit drastischen Aussagen über Europa und Ungarn
- Putin-Sprachrohr rechnet im Russen-TV mit Orbán ab
- Besonders harte Worte fielen auch zur wirtschaftlichen Lage Russlands
Im russischen Staatsfernsehen sorgt Moderator Wladimir Solowjow erneut für Aufsehen: In einer offenbar hitzig geführten Sendung soll er mit drastischen Aussagen über Europa, Ungarn und Russlands Wirtschaft polarisiert haben.
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Putin-Sprachrohr Solowjow wettert gegen Europa und Ungarn
Im Fokus der aktuellen Debatte stehen Aussagen, die laut dem ukrainischen Politikkommentator Anton Gerashchenko aus einer Sendung des russischen Staatsfernsehens stammen sollen. Dort habe der bekannte Moderator Wladimir Solowjow eine Reihe drastischer Aussagen getätigt. In seiner jüngsten TV-Sendung polterte Solowjow unter anderem: "Ungarn hat uns nie wirklich interessiert", "Wir sollten Europa vergessen", "Wir haben immer Krieg gegen Ungarn geführt", "Ungarn sind Ukrainer!" und "Europa existiert für uns nicht".
Gerashchenkoselbst fasste die umstrittenen Aussagen des Kreml-Sprachrohrs mit folgenden Worten spöttisch zusammen: "Der russische Propagandist Solowjow hat ein neues Propagandascript abgespult."
Hahaha!
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) April 14, 2026
"Hungary has never really mattered to us," "We should forget about Europe," "We’ve always been at war with Hungary," "Hungarians are Ukrainians!" - Russian propagandist Solovyev rolled out a new propaganda script. https://t.co/bRHHiADfT4 pic.twitter.com/e8sqsgt7cd
Solowjow rechnet nach Wahlniederlage mit Orbán ab
Auf der YouTube-Seite von Russian Media Monitorkann man Solowjows jüngsten TV-Auftritt in kurzen Ausschnitten nachverfolgen. Darunter befindet sich auch seine Abrechnung mit ViktorOrbán. "In Ungarn hat Soros gesiegt. Er hat gesiegt, weil er alle lokalen Medien unter seiner Kontrolle hatte. Orbán konnte keine souveränen Informationsquellen schaffen und hat den Kampf um die Köpfe der jungen Generation verloren", lästerte Solowjow.
Zur Erinnerung: Noch vor wenigen Wochen hatte Solowjow den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán öffentlich als "den letzten vernünftigen Mann in Europa" bezeichnet. Nun folgt offenbar eine drastische Kehrtwende – mit scharfer Distanzierung und Kritik.
Solowjow macht Zentralbank für Russlands Wirtschaftsprobleme verantwortlich
Neben geopolitischen Themen rückte auch die russische Wirtschaft in den Fokus der Sendung. Solowjow machte dabei insbesondere die Zentralbank verantwortlich und warf ihr vor, "keinerlei Verständnis dafür zu haben, was tatsächlich im Land vor sich geht und wie sich das, was sie tut, auswirkt."
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sba/hos/news.de
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