Donald Trump: Braucht er einen "Exorzisten"? Trump-Aussagen sorgen für Hohn

Der Streit zwischen Donald Trump und Papst Leo XIV. eskaliert weiter. Der US-Präsident greift das Kirchenoberhaupt erneut öffentlich an und verschärft damit den Ton. In sozialen Netzwerken sorgt das für deutliche Kritik.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump greift den Papst erneut öffentlich an. (Foto) Suche
Donald Trump greift den Papst erneut öffentlich an. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump attackiert Papst Leo XIV. erneut öffentlich
  • Auslöser ist Kritik des Pontifex an Trumps Iran-Politik
  • In sozialen Netzwerken ernten Trumps Aussagen scharfe Reaktionen

Donald Trump kann es nicht lassen und lässt den Streit mit Papst Leo XIV. weiter eskalieren. Während sich der Vatikan unbeeindruckt zeigt, greift der US-Präsident den Pontifex erneut öffentlich an.

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Neue Attacke: Donald Trump legt im Streit mit dem Papst nach

"Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?", forderte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Zudem bezeichnete er es als "absolut inakzeptabel", dass Teheran über Nuklearwaffen verfüge. Sein Beitrag endete mit den Worten: "AMERICA IS BACK!!!"

In den sozialen Netzwerken stoßen Trumps Attacken auf den Papst auf reichlich Unverständnis und Empörung:

  • "Seine Mutter hat ihm überhaupt keine Manieren beigebracht", schreibt ein X-Nutzer.
  • "Trump regiert ein Land, in dem Massenobdachlosigkeit, teure Gesundheitsversorgung, Verschuldung und Rekordzahlen bei den Inhaftierungen herrschen. Die Lebenserwartung sinkt, Kinder üben sich im Schießen, und die Löhne stagnieren. Und dennoch kritisiert er andere Länder dafür, dass sie schlecht geführt werden? Er sollte erst einmal vor seiner eigenen Haustür kehren", heißt es in einem Tweet.
  • "Der Papst sollte sich an seine Familie wenden und fragen, ob sie über eine Betreuung in einer Seniorenresidenz oder etwas Ähnliches nachgedacht haben. Vielleicht braucht der Arzt eine Pflegekraft, die sein Handy nachts wegschließt?", meint ein anderer X-Nutzer.
  • "Zeit für einen guten alten Exorzismus", ist in einem weiteren Tweet zu lesen.

Papst Leo XIV. bleibt gelassen: "Ich habe keine Angst"

Auslöser des Konflikts war ein Friedensappell des Papstes. Bei einem Gebet im Petersdom hatte Leo XIV. ein Ende aller bewaffneten Konflikte gefordert – auch im Iran. Dabei ging er ungewöhnlich deutlich auf Distanz zu Trump und bezeichnete dessen Drohungen als "wirklich inakzeptabel". Die Reaktion aus Washington ließ nicht lange auf sich warten: Seither kritisieren Trump und auch Vizepräsident J.D. Vance den Pontifex scharf.

Trotz der Angriffe aus Washington zeigt sich der Papst unbeeindruckt. "Ich habe keine Angst vor der Trump-Administration", erklärte Leo XIV. gegenüber Journalisten. Er wolle weiterhin für Frieden eintreten und den Dialog zwischen Staaten stärken – auch in angespannten Konflikten.

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