Pete Hegseth: "Widerlich" - US-Kriegsminister keift gegen Reporterin nach Iran-Frage
Weil ihm eine Reporterin während einer Pressekonferenz zum Iran unaufgefordert eine Frage stellte, schäumte US-Kriegsminister Pete Hegseth vor Wut. Er ging die Medienvertreterin verbal scharf an und warf ihr böse Blicke zu. Viele erinnerte er mit diesem Verhalten an Präsident Trump.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Pete Hegseth wird bei Pressekonferenz zu weiteren Raketenangriffen des Irans befragt
- Der US-Kriegsminister reagiert ungehalten auf eine dazwischenrufende Reporterin
- Reaktion sorgt für Empörung in den sozialen Medien
Nach der Einigung mit dem Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe gab US-Kriegsminister Pete Hegseth am Mittwoch eine Pressekonferenz in Washington zur aktuellen Lage im Nahen Osten. Als eine Reporterin zu den weiter anhaltenden Angriffen des Mullah-Regimes in der Golfregion nachhaken wollte, platzte dem 45-Jährigen der Kragen.
Pete Hegseth geht Reporterin bei Pressekonferenz zum Iran-Krieg an
Hegseth versuchte zunächst zu beschwichtigen, wie ein von "Forbes" auf YouTube veröffentlichtes Video zeigt: "Manchmal dauert es eine Weile, bis ein Waffenstillstand greift. Wir beobachten die Lage und sind bereit, falls nötig einzugreifen. Wir hoffen und glauben, dass er Bestand haben wird." Nach diesen Worten rief eine Journalistin dazwischen: "Sie (der Iran) feuern immer noch ballistische Raketen!" Das brachte das Fass für Hegseth, der sich gerade der Frage einer anderen Medienvertreterin stellen wollte, zum Überlaufen. Genervt wandte er sich an die Frau, die unaufgefordert mit ihm sprach:
- "Entschuldigung. Warum sind Sie so unhöflich? Warten Sie einfach. Ich rufe die Leute auf."
Kurz darauf warf er der Reporterin einen weiteren bösen Blick zu, flüsterte dabei "widerlich", wie in einem auf X (vormals Twitter) vom Kanal "Call To Activism" geteilten Ausschnitt der Pressekonferenz zu sehen ist.
Reaktion des US-Kriegsministers als "typisches Trump-Verhalten" bezeichnet
Dass Hegseth die Journalistin auf diese Weise so scharf anging, sorgte für Empörung bei anderen Social-Media-Nutzern. Kommentare dazu lauteten:
- "Typisches Trump-Verhalten. Wenn einem die Frage nicht passt, greift man die Presse an."
- "Hahaahaha komplett ausrasten, weil sie wissen, dass sie null Glaubwürdigkeit haben."
- "Er hält jeden, der ihn zur Rede stellt, für 'unhöflich und gemein' – wie es für emotionale und körperliche Misshandler typisch ist."
- "Er kann nicht einmal gut ablenken. Ich hoffe, die Reporterin hat ihn ausgelacht."
????NOW: Pete Hegseth snaps at a reporter as the narrative falls apart:
— CALL TO ACTIVISM (@CalltoActivism) April 8, 2026
REPORTER: “They're still firing ballistic missiles!”
HEGSETH: “Excuse me. Why are you so rude? Just wait. So nasty.”
They said ceasefire. Missiles are still flying. ALWAYS LYING. pic.twitter.com/RkYLLaddZb
Bei der Pressekonferenz bekräftigte Hegseth außerdem die Bereitschaft zu weiteren militärischen Schlägen gegen den Iran. Den Krieg erklärte er für gewonnen. In wenigerals sechs Wochen hätten die USA einen "historischen Sieg" errungen. Teherans Verteidigungsindustrie sei "vollständig zerstört".
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gom/news.de/dpa
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