Pam Bondi entlassen: "Trump muss aufhören zu lügen" - Unmut nach Rauswurf

Die nächste Ministerin musste gehen. Donald Trump hat Justizministerin Pam Bondi entlassen. In einer Nachricht schwärmt er zum Abschied von ihr. Doch es hagelt Häme und Vorwürfe für  den US-Präsidenten.

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Pam Bondi muss ihren Posten als Justizministerin aufgeben. (Foto) Suche
Pam Bondi muss ihren Posten als Justizministerin aufgeben. Bild: picture alliance/dpa/AP Pool | Alex Brandon
  • Trump greift durch: US-Präsident entlässt Justizministerin Pam Bondi
  • Vize-Justizminister Todd Blanche übernimmt Bondis Posten
  • Trump der Lüge bezichtigt: Mordrate schon unter Biden gesunken

Erneuter Personalwechsel in Donald Trumps Kabinett. Der US-Präsident entlässt Justizministerin Pam Bondi. Das verkündete der Republikaner auf der Plattform Truth Social. mit viel Lob für die abgeschriebene Ministerin.

Trennung mit Schmeichelei: Donald Trump entlässt Pam Bondi

In seiner Nachricht bezeichnet er Bondi als "große amerikanische Patriotin" und "treue Freundin, die im vergangenen Jahr treu als meine Generalstaatsanwältin gedient hat." Er behauptete, sie habe bei einer großen Kampagne zur Verbrechensbekämpfung "hervorragende Arbeit geleistet", wodurch die Zahl der Morde drastisch gesunken sei. Bondi wird künftig "eine dringend benötigte und wichtige neue Position in der Privatwirtschaft übernehmen." Was und wo sie arbeiten wird, sagte Trump nicht. Das werde "in Kürze" mitgeteilt. Trump hat bereits Ersatz für Bondi gefunden. Vize-Justizminister Todd Blanche werde ihre Aufgaben vorübergehend übernehmen.

Nachfolger für Bondi steht bereit

Blanche bedankte sich auf X bei Trump für das Vertrauen und sagte zu, das Ministerium werde weiter das Gesetz durchsetzen und alles dafür tun, dass die USA sicher seien. Er lobte Bondis Leistung: Sie habe das Ministerium mit Stärke und Überzeugung geführt, er sei ihr für die Führung und die Freundschaft sehr dankbar.

Unmut nach Trumps Rauswurf

Über Bondis Abgang diskutierten Nutzer intensiv unter einem Beitrag des Journalisten Aaron Rupar auf der Plattform X. Die Reaktionen gehen von Häme bis hin zu Kritik an Blanche:

  • "Loyalität hat in der Politik ihre Grenzen. Bondi wegen der Epstein-Akten zu Fall zu bringen und sie in einen vorgetäuschten 'Job in der Privatwirtschaft' zu versetzen, ist nur eine klassische Ausrede. Dass er sie durch seinen ehemaligen Strafverteidiger Todd Blanche ersetzt, sagt alles, was man über die neue Ausrichtung des Justizministeriums wissen muss", schreibt ein Nutzer.
  • Klingt eher nach einem zum Abschied auf die Schippe genommen als nach einem zärtlichen Abschied. Sie hat so gute Arbeit geleistet, dass ich sie feuern musste. Ja, das passt ja", spottet ein User.
  • "Gut, dass wir sie los sind, aber ihr Nachfolger ist auch nicht besser", schreibt ein Nutzer.

Trump der Lüge bezichtigt

Zwischen den Kommentaren regen sich viele über Bondis angebliche Erfolge in der Kriminalitätsbekämpfung auf. "Sie hat buchstäblich nichts getan, um die Kriminalität in Amerika zu senken. Das war etwas, das dank der Biden-Regierung ohnehin schon im Gange war. Trump muss aufhören zu lügen, und Bondi muss wegen ihres unethischen Verhaltens ihre Anwaltslizenz entzogen werden", fordert ein User. 

Hintergrund: Bereits unter Joe Biden nahm die Zahl der Die Zahl der Gewalt- und Eigentumsdelikte in den USA ab, schreibt Factcheck.org. Dabei sank die Mordrate um 1,7 Prozent.

Bondis Aus war Gesprächsthema

Die "New York Times" hatte unter Berufung auf vier Personen berichtet, dass Trump in den vergangenen Tagen darüber gesprochen haben soll, Bondi zu entlassen. Er soll zunehmend frustriert über ihre Führung im Ministerium und ihren Umgang mit den Epstein-Akten gewesen sein. Trump soll laut "New York Times" auch unzufrieden gewesen sein, dass Bondi ihr Amt nicht entschlossen genug genutzt habe, um juristisch gegen seine Gegner vorzugehen. Bondi ist nach der ehemaligen Heimatschutzministerin Krist Noem die nächste Frau, die ihren Posten räumen muss.

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/kns/roj/news.de/dpa

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