Friedrich Merz: Plötzlich keine Mehrheit mehr - AfD-Hammer trifft den Bundeskanzler
Die AfD erreicht in der neuesten INSA-Umfrage erstmals wieder den gleichen Wert wie die Union - beide stehen bei 26 Prozent. Gleichzeitig stürzt die SPD ab, wodurch Friedrich Merz' Koalition keine parlamentarische Mehrheit mehr hätte.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- AfD-Hammer für Friedrich Merz - Rechtsaußenpartei zieht mit Union gleich
- Umfrage bestätigt: Keine Chance für FDP und BSW
- Bundeskanzler Friedrich Merz hat keine Mehrheit
- Dramatischer Wählerschwund seit 2025
Die Sozialdemokraten befinden sich weiter im Sturzflug: In der neuesten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA für "Bild" sacken die Sozialdemokraten auf 14 Prozent ab. Damit erreicht die Partei den schwächsten Wert seit Jahresbeginn. Die kriselnde SPD verliert im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt. Ein Ende der negativen Entwicklung ist derzeit nicht erkennbar.
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AfD-Hammer für Friedrich Merz - Rechtsaußenpartei zieht mit Union gleich
Es ist ein AfD-Hammer für Bundeskanzler Friedrich Merz. Denn parallel dazu verzeichnet die AfD einen Zugewinn und klettert um einen Prozentpunkt nach oben. Die Rechtsaußenpartei erreicht damit 26 Prozent und zieht mit der CDU/CSU gleich, die ebenfalls bei diesem Wert liegt. Erstmals seit Wochen stehen beide politischen Kräfte wieder auf Augenhöhe.
Umfrage bestätigt: Keine Chance für FDP und BSW
Die übrigen Parteien verharren im Vergleich zur vorangegangenen Messung auf ihren bisherigen Positionen. Die Grünen kommen auf zwölf Prozent der Wählerstimmen. Knapp dahinter platziert sich die Linke mit elf Prozent.
Deutlich schlechter schneiden FDP und BSW ab, die beide lediglich drei Prozent erreichen. Damit bleiben beide Parteien klar unterhalb der für den Einzug in den Bundestag relevanten Fünf-Prozent-Schwelle. Kleinere politische Gruppierungen würden gemeinsam auf fünf Prozent kommen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat keine Mehrheit
Die aktuellen Zahlen offenbaren ein schwerwiegendes Problem für die amtierende Regierung. Um im Parlament eine Mehrheit zu erlangen, sind 45 Prozent erforderlich.
- Die Koalition aus Union und SPD erreicht jedoch lediglich 40 Prozent und liegt damit deutlich unter dieser Schwelle.
- Auch ein rot-rot-grünes Bündnis aus SPD, Linken und Grünen würde mit 37 Prozent keine handlungsfähige Regierung ermöglichen.
- Eine Zusammenarbeit von Union und AfD, die gemeinsam 52 Prozent ergeben würde, lehnt die CDU/CSU kategorisch ab.
- Als einzige tragfähige Regierungsoption bleibt eine Kenia-Koalition bestehen. Ein Dreier-Bündnis aus CDU/CSU, SPD und Grünen käme ebenfalls auf 52 Prozent. Diese Konstellation gilt unter den gegebenen Umständen als die derzeit realistischste Möglichkeit für eine mehrheitsfähige Regierung.
Dramatischer Wählerschwund seit 2025
Hermann Binkert, der Leiter des Meinungsforschungsinstituts INSA, zieht bei "Bild" eine ernüchternde Bilanz. Die beiden Regierungsparteien haben seit dem Urnengang im Februar 2025 einen massiven Aderlass erlitten. Mehr als jeder zehnte Wähler hat den großen Volksparteien den Rücken gekehrt.
Der kontinuierliche Vertrauensverlust von Union und SPD verdeutlicht das Ausmaß der Regierungskrise. Innerhalb von gut einem Jahr sind die beiden Koalitionspartner gemeinsam um über zehn Prozentpunkte abgestürzt. Diese Entwicklung erklärt, warum das schwarz-rote Bündnis mittlerweile deutlich unter der erforderlichen Mehrheitsmarke liegt.
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rut/news.de
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