Friedrich Merz: Miersch zu Merz: "Gewalt gegen Frauen hat keine Herkunft"
Der Kanzler verweist in der Debatte um Gewalt gegen Frauen auf Zuwanderer. Der Koalitionspartner SPD sagt, Merz verkenne ein tieferes Problem.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hält die Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz über Zuwanderer in einer Debatte zu Gewalt gegen Frauen für unpassend. "Ich finde, das war keine adäquate Antwort des Kanzlers", sagte Miersch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Gewalt gegen Frauen müsse man breit betrachten, statt es auf eine Bevölkerungsgruppe wie Migranten zu verkürzen.
"Friedrich Merz verkennt da ein tieferes Problem: Gewalt gegen Frauen hat keine Herkunft oder Religion, sie ist ein Problem der Gesellschaft und muss auch so klar adressiert werden. Es geht um den Schutz der Opfer, egal wer der Täter ist", sagte Miersch auf eine Frage nach seiner Bewertung der Aussagen des Kanzlers.
Merz hatte am Mittwoch im Bundestag gesagt: "Wir haben eine explodierende Gewalt in unserer Gesellschaft, und zwar im analogen wie im digitalen Raum, und dagegen müssen wir gemeinsam etwas tun." Man müsse dann aber auch darüber sprechen, wo diese Gewalt herkomme, sagte er. "Und dann müssen wir auch ansprechen, dass ein beachtlicher Teil dieser Gewalt aus den Gruppen der Zuwanderer in die Bundesrepublik Deutschland kommt." Auch das gehöre zur Vollständigkeit des Bildes dazu, sagte. Linke und Grüne reagierten verärgert auf Merz' Worte.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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