Donald Trump: USA drohen Iran mit Gewalt-Eskalation - Gespräche offenbar nur Fassade

Trotz angeblich produktiver Gespräche drohen die USA dem Iran mit massiver Eskalation. Ein möglicher Friedensplan sorgt für Verwirrung, während Teheran Verhandlungen bestreitet und der Ton beider Seiten schärfer wird.

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Donald Trump: USA drohen Iran mit harter Eskalation – Gespräche plötzlich überschattet Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • USA sprechen von Fortschritten, drohen zugleich mit harten Maßnahmen
  • Streit um angeblichen US-Friedensplan sorgt für widersprüchliche Signale
  • Iran weist Gespräche und möglichen Deal öffentlich zurück

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Die Spannungen zwischen den USA und Iran nehmen weiter zu. Obwohl zuletzt von positiven Gesprächen die Rede war, warnt Washington nun vor deutlich härteren Maßnahmen.

Weiße Haus spricht von Fortschritten

Nach Darstellung des Weißen Hauses laufen derzeit konstruktive Gespräche zwischen beiden Ländern. Regierungssprecherin Karoline Leavitt betonte, die Verhandlungen seien produktiv und könnten eine Grundlage für weitere Schritte bilden. Auch Donald Trump hatte zuvor erklärt, es gebe gute Entwicklungen im Dialog mit Teheran, ohne jedoch konkrete Details zu nennen.

Deutliche Drohung von Donald Trump an Teheran

Gleichzeitig verschärft Washington den Ton deutlich. Leavitt machte klar, dass die USA zu drastischen Maßnahmen bereit seien, sollte der Iran nicht einlenken. Sollte die Führung in Teheran die aktuelle Lage nicht akzeptieren, werde man "härter zuschlagen als je zuvor". Trump sei entschlossen, im Zweifel massiv zu reagieren.

Klare Forderungen der USA

Die US-Regierung stellt konkrete Bedingungen für eine Annäherung. Im Mittelpunkt steht die Forderung, dass der Iran sein Atomprogramm vollständig aufgibt. Zudem verlangt Washington, dass Teheran auf Drohungen gegenüber den USA und ihren Verbündeten verzichtet. Nur unter diesen Voraussetzungen könne es Fortschritte geben.

Widersprüchliche Signale

Während die USA von Gesprächen berichten, weist die iranische Seite entsprechende Darstellungen zurück. Das Weiße Haus hält sich ebenfalls bedeckt zu Medienberichten über Einzelheiten eines Plans, den die US-Regierung Teheran zur Beendigung des Krieges vorgelegt haben soll. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte, sie habe Berichte über einen 15-Punkte-Plan gesehen. "Das Weiße Haus hat diesen vollständigen Plan nie bestätigt", fügte sie hinzu. Sie warnte Reporter bei einer Pressekonferenz davor, über "spekulative" Punkte oder Pläne aus anonymen Quellen zu berichten. Manche Aspekte stimmten, sagte sie zugleich. Die diplomatischen Gespräche gingen weiter, ergänzte Leavitt und bezeichnete diese als "produktiv".

Vermittlungsversuche und klare Absage aus Teheran

Zuvor hatte Ägypten Berichte über einen US-Plan bestätigt. "Es gibt von den USA einen Entwurf für einen Plan, der der iranischen Seite übermittelt wurde und der nun geprüft wird", sagte Ägyptens Außenminister Badr Abdel-Atti. Über die darin enthaltenen Punkte, die teilweise bereits von Medien veröffentlicht wurden, könne er aber nicht sprechen. Man hoffe, dass es bald direkte Gespräche mit den beteiligten Seiten geben werde. Ägypten versuche, unter anderem zusammen mit Pakistan und der Türkei zu vermitteln.

Offiziell dementiert Irans politische und militärische Führung weiterhin jegliche Art von Verhandlungen mit den USA. Es werde keinen Deal geben und man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren, hieß es. Der Sprecher des Präsidialamtes, Elias Hasrati, sagte im staatlichen Rundfunk Irib: "Die entsprechenden Nachrichten sind alle nur eine Lüge." Der Feind stecke in einer Sackgasse fest, habe keine Errungenschaften vorzuweisen und stehe auch international in der Kritik.

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/news.de/dpa

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