Donald Trump: Iran-Krieg völlig "unnötig" - Veteranen attackieren US-Präsident

Ehemalige US-Soldaten, die im Irak kämpften, kritisieren Donald Trump scharf. Sie halten den aktuellen Militäreinsatz für "unnötig". Ihr Vorwurf: Wie bereits vor 23 Jahren verbreite die US-Regierung Lügen, um den Krieg zu rechtfertigen.

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Donald Trump wird von US-Kriegsveteranen für seinen Militäreinsatz im Iran scharf kritisiert. (Foto) Suche
Donald Trump wird von US-Kriegsveteranen für seinen Militäreinsatz im Iran scharf kritisiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • US-Kriegsveteranen werfen Donald Trump "Lügen" zum Iran-Krieg fuhr
  • Präsident würde heute Fehler aus der Vergangenheit wiederholen
  • Ehemalige Soldaten fühlen sich an Militäroperation im Irak erinnert

Die Kritik an Donald Trumps Krieg gegen den Iran reißt nicht ab. Während viele Amerikaner das militärische Vorgehen gegen das menschenrechtsverachtende Mullah-Regime ablehnen, melden sich nun auch Veteranen der US-Armee zu Wort, die vor über 20 Jahren im Irak im Einsatz waren. Sie finden, dass der amtierende Präsident nicht aus den Fehlern seines Vorgängers George W. Bush gelernt hat.

Donald Trump attackiert von US-Veteranen: Iran-Krieg basiere auf "Lügen"

Der Angriff auf den Irak wurde 2003 unter dem Vorwand gestartet, Diktator Saddam Hussein besitze Massenvernichtungswaffen. Später stellte sich heraus, dass diese Informationen der republikanischen Regierung falsch waren. Trump will eigenen Angaben zufolge nun verhindern, dass der Iran in den Besitz einer Atombombe gelangt. Mehrere ehemalige Soldaten werfen dem 79-Jährigen jedoch vor, sein am 28. Februar gemeinsam mit Israel gestarteter Miltäreinsatz sei "unnötig" und basiere ebenfalls auf "Lügen".

Ehemalige Irak-Soldaten werfen dem US-Präsidenten vor, Fehler aus der Vergangenheit zu wiederholen

Die Parallelen zum Irakkrieg sind für die Veteranen erschreckend deutlich, wie sie gegenüber dem "Daily Beast" erklärten.Jason Dozier, Stadtrat in Atlanta, der sowohl im Irak als auch in Afghanistan kämpfte, sagt beispielsweise:

  • "Das Fehlen einer klaren Strategie oder eines Endziels untergräbt nur die Glaubwürdigkeit der USA auf globaler Ebene."

Er habe gehofft, dass die Lehren aus dem Irak künftige Entscheidungen leiten würden – offensichtlich vergeblich.

Führt Donald Trump einen Krieg gegen "fiktive Atomwaffen"?

Ähnlich äußerte sich John Kamin, der ebenfalls im Irak diente.Schon damals habe er sich als 21-Jähriger eine verstörende Zukunft ausgemalt: "Dass die nächste Generation dieselben Kämpfe führen würde wie wir." Für ihn sei es jedoch "schwer vorstellbar" gewesen, "dass unser Blut und unsere Opfer Amerika nicht weise genug machen würden, die Nachfolgenden zu verschonen". Chris Purdy, Gründer einer Veteranen-Organisation und ehemaliger Soldat der Nationalgarde, sieht sein Land erneut im Krieg gegen "fiktive Atomwaffen".

Ein weiterer Veteran namens Naveed Shah fügte hinzu, dass Trump, Kriegsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine, "das gleiche Spiel spielen, indem sie Dringlichkeit vortäuschen, kein klares Ziel festlegen, keine Ausstiegsstrategie haben und unsere Soldaten in Gefahr bringen".

Schon 13 US-Soldaten getötet - Kritik an "Operation Epic Fury" wächst

Tatsächlich gibt es große Zweifel an Trumps Darstellung, der Iran könne in kürzester Zeit an Atomwaffen gelangen. Die US-Regierung wies jedoch bislang jegliche Kritik an der "Operation Epic Fury" zurück. Trump-Sprecherin Anna Kelly, der Einsatz sei das Ergebnis eines "detaillierten Planungsprozesses". 

Drei Wochen nach Kriegsbeginn zeichnet sich kein Ende der Kämpfe ab. Berichten zufolge sind bislang 13 amerikanische Soldaten im Konflikt gestorben. Die iranische Seite beziffert die Opferzahl im eigenen Land auf fast 1.500 Menschen. Es soll sich überwiegend um Zivilisten handeln.

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