Norbert Röttgen: "Worst-Case-Ergebnis" für den Iran - CDU-Politiker warnt vor frühem Kriegsende

Bislang ist unklar, wann der Iran-Krieg enden wird. Laut Unions-Fraktionsvize Norbert Röttgen könnten die USA und Israel weiterhin für einen Regime-Sturz in Teheran sorgen. In einem Podcast plädierte der CDU-Politiker deshalb für eine Fortsetzung der Angriffe.

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CDU-Politiker Norbert Röttgen hält einen Sturz des Mullah-Regimes im Iran für möglich. (Foto) Suche
CDU-Politiker Norbert Röttgen hält einen Sturz des Mullah-Regimes im Iran für möglich. Bild: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
  • Norbert Röttgen hält vorschnelles Ende des Iran-Kriegs für gefährlich
  • Mullah-Regime könnte gestärkt werden und weiterhin eine große Gefahr darstellen, falls es den Konflikt überlebt
  • Laut CDU-Politiker ist ein Sturz der Regierung in Teheran möglich

Der Militäreinsatz gegen den Iran stieß sowohl international als auch innerhalb der USA auf scharfe Kritik. Gegner von Präsident Donald Trump werfen der US-Regierung vor, keinen Plan für ein Ende des Krieges zu haben. Das Mullah-Regime ist weiter an der Macht, auch nachdem der ehemalige Oberste Führer Ali Chamenei Ende Februar bei einem Luftangriff getötet wurde. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen warnt dennoch eindringlich davor, die amerikanisch-israelischen Militäroperationen im Iran vorschnell zu beenden.

Norbert Röttgen warnt vor vorschnellem Ende des Iran-Kriegs

Im Podcast von "Bild"-Vize Paul Ronzheimer bezeichnete der Unions-Fraktionsvize ein Überleben des iranischen Regimes mit gestärkter Position als "Worst-Case-Ergebnis". Sollte es den Konflikt überstehen, werde seine Entschlossenheit, Atomwaffen zu entwickeln, "endgültig da sein".Mit russischer und chinesischer Unterstützung würde Teheran sein Waffenprogramm wieder aufnehmen und eine dauerhafte Bedrohung für den regionalen Frieden und darüber hinaus bleiben.

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Röttgen formulierte zwei zentrale Kriegsziele für die US-geführte Koalition. Sollte das iranische Regime überleben, müssten die mehr als 400 Kilogramm hoch angereicherten Urans aus dem Land geschafft werden. Andernfalls könnten die Machthaber in Teheran nach Kriegsende noch aggressiver auftreten. Als zweiten kritischen Punkt nennt der CDU-Politiker die Kontrolle über die Straße von Hormus. Der Iran dürfe nicht über die Freiheit dieser strategisch wichtigen Meerenge bestimmen können.

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Während zahlreiche Fachleute bezweifeln, dass das iranische Regime tatsächlich gestürzt werden kann, zeigt sich Röttgen weniger pessimistisch. "Ich weiß nur, dass dieses Regime am Ende ist", erklärt der CDU-Politiker. Die Machthaber seien so geschwächt wie nie zuvor in 47 Jahren, und die Bevölkerung wolle sie loswerden. Die militärische Infrastruktur – von Raketenbeständen über Abschussrampen bis zur Luftverteidigung – sei weitgehend zerstört, die Führungsebene größtenteils ausgeschaltet.

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