Kriminalität: Drei mutmaßliche Agenten Russlands vor Gericht

Sabotage per Paket: Drei Männer sollen Anschläge auf den Gütertransport vorbereitet haben - im Auftrag des russischen Geheimdienstes. In Stuttgart beginnt ein brisanter Prozess.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft sollen sie bereit gewesen sein, im Auftrag des russischen Nachrichtendienstes gezielt Anschläge auf den Güterverkehr in Deutschland zu begehen. Im März 2025 hätten sie über einen ukrainischen Postdienstleister zwei scheinbar harmlose Pakete mit Autoersatzteilen Richtung Ukraine verschickt – tatsächlich ausgestattet mit aktivierten GPS-Trackern. Diese Testsendungen sollten laut Anklage dazu dienen, Transportwege und logistische Abläufe des Paketdienstes auszuspionieren.

Ziel: möglichst großer Schaden

In einem nächsten Schritt, so der Vorwurf, hätten die Männer Pakete mit Brandsätzen auf den Weg bringen sollen. Diese hätten sich dann "in Deutschland oder sonst auf dem Weg in nicht von Russland besetzte Teile der Ukraine" entzünden und möglichst großen Schaden verursachen sollen, so die Bundesanwaltschaft.

Der Anwalt des 25-jährigen Mannes, der die Pakete in Köln aufgab, wies die Vorwürfe der Bundesanwaltschaft am ersten Prozesstag in einer Erklärung zurück. Es gebe keine Beweise, dass sein Mandant von Sabotageplänen gewusst habe.

Die Anwälte der anderen beiden Männer äußerten sich nicht zu den Vorwürfen. Auch die drei Angeklagten selbst machten zum Prozessauftakt keine Angaben zur Sache.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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