Ukraine-Krieg aktuell: Telegram-Verbot für Putin-Soldaten - droht ihnen bei Missachtung der Tod?
Für russische Soldaten in der Ukraine soll es neue, strenge Regeln geben: Die Kommunikation über Telegram ist ihnen laut geleakten Informationen ab sofort untersagt, andernfalls drohen schlimme Konsequenzen.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Russisches Verteidigungsministerium stellt offenbar neue Regeln für Soldaten im Ukraine-Krieg auf
- Streitkräfte dürfen laut geleakten Dokumenten ab sofort nicht mehr über Telegram und andere Apps kommunizieren
- Männern, die sich dem Verbot widersetzen, droht angeblich der Tod
Die Kommunikationskanäle von russischen Soldaten sollen offenbar weiter eingeschränkt werden. Künftig müssen sie wohl auch auf den einst in Russland entwickelten Messengerdienst Telegram verzichten. Wer gegen diesen Befehl verstößt, dem droht angeblich sogar der Tod.
Ukraine-Krieg aktuell: Telegram-Verbot für russische Soldaten enthüllt
Das geht aus geleakten Informationen des russischen Verteidigungsministeriums hervor, die vom Telegram-Kanal "Unmanned Brotherhood" veröffentlicht wurden. Der unabhängige Militärhistoriker ChrisO_wiki teilte Screenshots von den Enthüllungen auf X (vormals Twitter). Demnach sollen die neuen Anweisungen aus dem Kreml dazu dienen, "technische Aufklärungsmittel des Feindes zu bekämpfen, mögliche Informationslecks zu schließen und die Weitergabe von Informationen über Truppenaktionen im Bereich einer militärischen Sonderoperation zu verhindern".
Auch Kriegsblogger von neuen Regeln betroffen
Die Nutzung der Telegram-App sowie "anderer (offener) ungeschützter Kommunikationskanäle" werde ab sofort als "schwerer Disziplinarverstoß" gewertet. Der Austausch von Informationen sei ebenso verboten wie die Koordinierung von Einsätzen mithilfe von Karten, Fotos oder Videos über die App. Die Soldaten dürfen dazu nur noch auf "ZOV Maps" zurückgreifen. Die neuen Vorschriften betreffen auch zahlreiche Streitkräfte, die aus dem Kriegsgebiet eigene Blogs betreiben:
- "Das russische Verteidigungsministerium ordnet den Kommandeuren an, 'Medienvertretern und Internet-Bloggern ohne Akkreditierung die Anwesenheit im[Spezialeinsatzgebiet] zu untersagen und akkreditierten Korrespondenten die Zusammenarbeit mit den Truppen nur mit Genehmigung zu gestatten'", heißt es weiter.
- Soldaten sei die "Teilnahme (Erstellung, Verwaltung) an thematischen Internet-Communities und Telegram-Kanälen" untersagt.
Mit Familien und Freunden sollen die russischen Soldaten ausschließlich über die App "MAX" kommunizieren. Auch dabei gelten laut den geleakten Dokumenten strenge Regeln:
- "Die Nutzung des Messengers MAX zur Übermittlung von Befehlen und Anweisungen, Zielbezeichnungen, zur Durchführung offizieller Verhandlungen über die Bereitstellung und Personalstärke von Einheiten sowie zur Korrespondenz und zum Austausch von Informationen, die Staatsgeheimnisse und Amtsgeheimnisse im Verteidigungsbereich darstellen, ist untersagt."
Darüber hinaus dürfen die Soldaten nur auf staatlich genehmigte Software zurückgreifen, keine billigen Analogfunkgeräte aus China sowie SIM-Karten ukrainischer Mobilfunkanbieter verwenden.
Droht Wladimir Putins Streitkräften bei Missachtung neuer Regeln der Tod?
Was Wladimir Putins Soldaten blüht, falls sie sich nicht an die neuen Regeln halten, beschrieb laut ChrisO_wiki der Kriegsblogger "Thirteenth":
- "Das Militärpersonal wird nun die Handys seiner Angehörigen überprüfen, und jeder, der bei der Nutzung von Telegram erwischt wird, wird auf einen Angriffseinsatz mit Sternchen (eine Reise ohne Wiederkehr) geschickt."
Der Wahrheitsgehalt der geleakten Informationen konnte bislang nicht unabhängig überprüft werden. Moskau hat sich ebenfalls noch nicht zu den Berichten geäußert.
1/ Leaked orders from the Russian Ministry of Defence show that Telegram is being banned immediately for operational use by Russian forces in Ukraine, with soldiers reportedly facing being sent to their deaths in assaults if they are found not to be complying. ⬇️ pic.twitter.com/uxHgh34me5
— ChrisO_wiki (@ChrisO_wiki) March 16, 2026
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gom/loc/news.de
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