INSA-Umfrage: Hohe Spritpreise - Deutsche rechnen mit Merz-Regierung ab

Der Iran-Krieg trifft deutsche Autofahrer mit voller Wucht. Spritpreise sind rasant angestiegen. Eine aktuelle Insa-Umfrage zeigt jetzt, wie unzufrieden die Deutschen mit der schwarz-roten Koalition sind.

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Bürger haben kaum Vertrauen, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (r) und Vizekanzler Lars Klingbeil die Spritpreise senken werden. (Foto) Suche
Bürger haben kaum Vertrauen, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (r) und Vizekanzler Lars Klingbeil die Spritpreise senken werden. Bild: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
  • INSA-Umfrage zu hohen Spritpreisen.
  • Mehrheit der Bürger glaubt nicht, dass die Bundesregierung die Benzinpreise senken kann.
  • Steuersenkungen als Maßnahme gegen den Benzinschock an der Tankstelle gefordert.

Die Wut an den Tankstellen wächst. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs müssen Autofahrer in Deutschland deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Benzinpreise sind durchschnittlich um 29 Prozent in die Höhe geschossen. Noch härter trifft es Dieselfahrer: Hier beträgt der Anstieg sogar 44 Prozent. Die Bundesregierung ist gefragt. Doch die Regierung von Friedrich Merz macht für viele Bürger nicht genug gegen die hohen Spritpreise.

INSA-Umfrage zu hohen Benzinpreisen: Bürger mit Merz-Regierung unzufrieden

In einer aktuellen INSA-Umfrage für die "Bild"-Zeitung ist die Unzufriedenheit der Befragten zu spüren. Auf die Frage: "Unternimmt die Bundesregierung genug gegen die gestiegenen Spritpreise? 75 Prozent sagten nein, während 13 Prozent mit ja antworteten. Zwölf Prozent der Befragten enthielten sich.

Bundesregierung plant neue Tankregel gegen Benzinschock

Finanzminister Lars Klingbeil sieht den aktuellen Anstieg der Spritpreise als ungerechtfertigt an und will ein schnelles Handeln der Bundesregierung.Wie der SPD-Politiker in Brüssel bei einem EU-Finanzministertreffen sagte, könnten etwa die Transparenzpflichten für Mineralölkonzerne erhöht werden, um den Nachweis von Preistreiberei zu vereinfachen. Zudem warb er dafür, festzulegen, dass die Spritpreise nur noch einmal am Tag erhöht werden dürften. Dies könne sehr schnell ohne langwierigen Gesetzgebungsprozess umgesetzt werden, erklärte er. Die Preisregelung brachte Wirtschaftsministerin Katharina Reiche an.Dieses aus Österreich bekannte Modell wolle die Bundesregierung im Hinblick auf die wegen des Iran-Kriegs enorm gestiegenen Preise so rasch wie möglich einführen, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. "Dagegen sind Preissenkungen jederzeit zulässig", erläuterte sie.

Bürger für Steuersenkungen gegen steigende Spritpreise

67 Prozent der befragten Bürger glauben aber nicht, dass diese Maßnahme die Spritpreise senkt. Nur 22 Prozent zeigen sich optimistisch. Als Hebel gegen den Benzinschock sehen die Teilnehmer der Umfrage Steuersenkungen. 76 Prozent zeigen sich für diese Idee offen, 15 Prozent sind hingegen dagegen und neun Prozent geben an, keine Ahnung zu haben.

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/news.de/dpa/stg

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