Donald Trump: Trump-Nichte muss sich äußern - darüber kann sie nicht schweigen

US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Iran-Angriff die Welt in Aufruhr gebracht. Seine Nichte Mary Trump kommt nun nicht umhin, sich auf Twitter über den amerikanischen Präsidenten auszulassen.

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Donald Trump: Selbst seine Nichte Mary Trump kritisiert ihn öffentlich. (Foto) Suche
Donald Trump: Selbst seine Nichte Mary Trump kritisiert ihn öffentlich. Bild: dpa/AP/Alex Brandon
  • Donald Trump bei X von eigener Nichte verbal attackiert
  • Mary Trump hinterfragt den Iran-Angriff der USA
  • Geteiltes Echo im Netz - Iran-Proteste ein valider Punkt
  • Ölpreise sorgen für Unruhen auf den Markt - EU warnt vor Lockerung der Russland-Sanktionen

Donald Trump hat viele Kritiker:innen - aber wenn die größte unter ihnen aus der eigenen Familie kommt, wiegt die Kritik besonders schwer. Mary Trump, Donald Trumps Nichte, hat sich schon oft über das amerikanische Staatsoberhaupt öffentlich ausgelassen. Zuletzt sprach sie über mögliche Anzeichen von Demenz, die dem seines Vaters ähneln. Nun hat sich die klinische Psychologin bei X, ehemals Twitter, zu der aktuellen Lage im Nahostkonflikt geäußert. Es ist unschwer zu erkennen, an wen genau Mary Trumps Worte gerichtet sind.

Mary Trump mit Kriegsstatement bei X

"Es ist schwierig, einen Krieg zu beenden, wenn man nicht weiß, warum man ihn überhaupt begonnen hat", schreibt die heute 60-Jährige am Dienstag bei X.

Donald Trump: Kein Plan, keine Zukunft für den Iran?

Es ist unweigerlich eine Anspielung auf Donald Trump, der angeblich den Iran "aus einem Gefühl" heraus angegriffen habe und dem Expert:innen eine beispiellose Planlosigkeit nachsagen. Denn: Auch wenn Donald Trump den Iran-Krieg offiziell für beendet erklärt hat, einen Sturz des Regimes habe die militärische Aktion nicht herbeigeführt. Dafür aber Tod, Leid und Zerstörung.

Angriff im Iran auch, um von Jeffrey Epstein abzulenken?

Nicht wenige behaupten auch, dass Trump das Militärmanöver im Nahen Osten auch dafür benutzt habe, um von den Epstein-Files abzulenken, die nach den Veröffentlichungen immer noch Thema Nummer Eins in den USA und weltweit sind. Zudem gäbe es neue Anschuldigungen gegen Donald Trump.

Im Netz erntet Mary Trump mit ihrem Statement übrigens nicht nur wohlwollende Kommentare. Viele User:innen verweisen auf die zuvor im Iran unter Gewalt zerschlagenden Proteste der Bürger:innen:

  • "Mary, nur weil du Trump hasst oder mit ihm nicht einverstanden bist, heißt das nicht, dass du dich gegen die Hilfe für 90 Millionen Iraner aussprechen musst, die nach 47 Jahren Unterdrückung eine Chance auf ein freies Leben bekommen sollen. Sie verdienen ein besseres Leben, unabhängig von der Weltpolitik."
  • "Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber wurden kurz bevor der Iran dezimiert wurde, nicht fast 20.000 bis 30.000 Bürger wegen Protesten getötet?"

Andere wiederum stimmen der Nichte des US-Präsidenten durchaus zu:

  • "Er hat etwas angefangen, worüber er keine Kontrolle hat."
  • "Er weiß es, aber er wird es niemals aussprechen."
  • "Zugegeben, ohne die eigentliche Ursache zu verstehen, ist es sehr schwer, ein wirkliches Ende zu finden."
  • "Aber Trump weiß doch ganz genau, warum er diesen Krieg begonnen hat – um Epstein aus den Schlagzeilen zu verbannen. Und es hat ja so wunderbar funktioniert."

Iran-Krieg könnte sich gefährlich auf Russland auswirken - EU warnt

Während der Iran nach den Angriffen vor einem Trümmerhaufen steht, steigen in Europa und weltweit indes die Benzinpreise. Trotz der hohen Kosten warnt Europa dennoch davor, eine Lockerung der Russlandsanktionen zugunsten einer Marktstabilisierung zu befürworten."Aus Sicht der Europäischen Union ist die Lage sehr klar. Wir müssen weiterhin maximalen Druck auf Russland ausüben", sagte EU-Kommissar Valdis Dombrovskis nach einem EU-Finanzministertreffen in Brüssel. Die Trump-Administration hatte nach einem Telefonat zwischen Donald Trump und Wladimir Putin angedeutet, die Sanktionen gegen Russland lockern zu wollen.

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/sfx/dpa/news.de

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