Landtagswahl: FDP-Chef Dürr will Erneuerung der FDP weiter vorantreiben
FDP-Chef Dürr ist noch nicht einmal ein Jahr im Amt. Nach dem Wahldebakel in Baden-Württemberg sieht er sich deutlicher Kritik ausgesetzt. Aber Aufgeben kommt für ihn nicht infrage.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Trotz Kritik aus den eigenen Reihen nach der verlorenen Landtagswahl in Baden-Württemberg will Christian Dürr weiter FDP-Bundesvorsitzender bleiben. "Die FDP muss sich erneuern. Ich will diese Erneuerung weiter vorantreiben", sagte er in Berlin. "Uns war klar, dass das ein harter und steiniger Weg wird." Auch Generalsekretärin Nicole Büttner werde ihre Arbeit fortsetzen.
Die FDP stürzte in Baden-Württemberg nach dem vorläufigen Endergebnis von 10,5 auf 4,4 Prozent ab. Sie flog damit aus dem Landtag, in dem sie seit der ersten Wahl nach dem Krieg kontinuierlich vertreten war. Der aus Niedersachsen kommende Dürr hatte den Parteivorsitz im vergangenen Jahr übernommen. Er folgte Christian Lindner nach, der sich nach dem Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im Februar aus der Politik zurückzog.
Vertrauen gewinnt man nicht über Nacht zurück
Die FDP sei nach der Bundestagswahl im Prinzip bei null gestartet - mit dem Ziel, wieder eine wahrnehmbare Reformkraft in Deutschland zu werden, sagte Dürr. "Vertrauen, das ist mir bewusst, das gewinnt man nicht über Nacht zurück." Vertrauen zurückzugewinnen sei ein "Marathonsport". Dürr räumte ein: "Wir sind als FDP noch nicht an dem Punkt, wo wir wieder erfolgreich Wahlen bestreiten können."
Er sei aber davon überzeugt, dass es in Deutschland eine politische Stimme geben müsse für all diejenigen, die Veränderung wollten "und was reißen wollen". Das seien aus seiner Sicht nicht die Parteien, die derzeit in Berlin regieren, sagte Dürr. Ähnliches werde man jetzt vermutlich auch in Stuttgart sehen. "Die FDP muss für eine radikal andere Politik stehen als es Union, Sozialdemokraten und Grüne tun."
Kritik an FDP-Führung aus dem Parteipräsidium
FDP-Präsidiumsmitglied Marie-Agnes Strack-Zimmermann hatte noch am Wahlabend kritisiert, dass von der Bundespolitik zu wenig Rückenwind für den Wahlkampf in Baden-Württemberg gekommen sei. "Jetzt heißt es Butter bei die Fische. Dazu gehört das Selbstverständnis, Verantwortung für Wahlergebnisse zu übernehmen", hieß es in einer Erklärung der FDP-Europapolitikerin.
Dürr sagte dazu, entlang der Strecke, die die FDP noch zu gehen habe, prüfe er auch sich selbst kritisch.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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