Nuklear-Drohung aus Moskau: Putin-TV droht mit Atomschlägen - diese 15 Städte stehen angeblich auf der Liste
Die Rhetorik zwischen Russland und dem Westen wird immer schärfer: Im russischen Staatsfernsehen wurde nun eine Liste mit US-Städten präsentiert, die im Falle eines Atomkriegs angeblich zuerst angegriffen würden. Gleichzeitig richtet der Kreml scharfe Warnungen an Finnland.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Atom-Drohkulisse: Russisches Staatsfernsehen nennt 15 US-Städte als mögliche Ziele für Nuklearschläge.
- Spannungen mit Finnland: Moskau reagiert empört auf mögliche Gesetzesänderungen zur Stationierung von Atomwaffen.
- Militärische Aufrüstung: Beide Seiten verstärken ihre militärische Präsenz im Norden Europas.
Der Ton zwischen Russland und dem Westen verschärft sich. Das russische Staatsfernsehen strahlte nun eine Liste mit 15 US-amerikanischen Städten aus, die im Falle eines Atomkriegs als erstes ins Visier geraten könnten. Darunter befinden sich Metropolen wie New York City und Honolulu auf Hawaii. Doch damit nicht genug: Parallel dazu richtet der Kreml scharfe Warnungen an Finnland. Moskau reagierte mit Empörung auf die Ankündigung Helsinkis, bestehende Gesetze zu ändern, die derzeit die Stationierung von Atomwaffen im Land verbieten. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte: "Wir haben diese Erklärung tatsächlich gesehen, die zu einer Eskalation der Spannungen auf dem europäischen Kontinent führt." Er fügte hinzu: "Und wenn Finnland uns bedroht, werden wir angemessene Maßnahmen ergreifen."
Russisches Staatsfernsehen nennt 15 Städte als Ziel von Nuklearschlägen
Bei der Auswahl der potenziellen Ziele von Nuklearschlägen berücksichtigten russische Analysten mehrere Faktoren: Bevölkerungsdichte, Evakuierungsmöglichkeiten, Notfallvorsorge sowie die Nähe zu strategischen Militäreinrichtungen. Die Hauptstadt Washington D.C. würde demnach zu den ersten Zielen gehören. Doch auch weniger bekannte Orte stehen auf der Liste. Shreveport in Louisiana beherbergt eine der schlagkräftigsten Nuklearbasen der US-Luftwaffe. In Cheyenne, Wyoming, befindet sich eines der wichtigsten Kommandozentren für amerikanische Interkontinentalraketen. Great Falls in Montana liegt nur wenige Kilometer von der Malmstrom Air Force Base entfernt, die Hunderte Atomraketensilos im Norden der USA kontrolliert. Los Angeles wurde aufgrund seiner Bedeutung als zweitgrößte Stadt des Landes sowie als Standort wichtiger Häfen, Luft- und Raumfahrtunternehmen und Rüstungsfirmen ausgewählt.
Helsinki will an NATO-Nuklearplanung teilnehmen
Finnlands Präsident Alexander Stubb erläuterte die Hintergründe der Entscheidung während eines Besuchs in Indien. Sein Land beseitige "gesetzliche Hindernisse" für die Stationierung von Atomwaffen. Dabei gehe es nicht um eine akute oder plötzliche Sicherheitsbedrohung, sondern darum, vollständig an der nuklearen Planung der Nato teilnehmen zu können. Ein solches Szenario wäre allerdings nur im Falle eines dritten Weltkriegs wahrscheinlich. Die beiden Länder verbindet eine gemeinsame Grenze von rund 830 Meilen – etwa die Entfernung von Land's End bis John O'Groats in Großbritannien. Finnland trat 2023 der Nato bei und hat damit die strategische Lage in Nordeuropa grundlegend verändert. Moskau betrachtet diese Entwicklung als direkte Bedrohung seiner Sicherheitsinteressen.
Militärische Aufrüstung auf beiden Seiten
Im vergangenen Jahr hat Russland seine Präsenz entlang der finnischen Grenze massiv verstärkt. Satellitenaufnahmen zeigen den Ausbau von Truppenunterkünften, Fahrzeugdepots und Luftwaffeninfrastruktur in Grenznähe. Helsinki reagiert mit eigenen Maßnahmen: Für 2026 sind 122 Militärübungen geplant, zudem wird Finnland Nato-Landstreitkräfte im Rahmen der Forward Land Forces beherbergen.
Der hohe Norden Europas entwickelt sich damit zu einem der neuesten Spannungspunkte des westlichen Verteidigungsbündnisses. Die historische Belastung zwischen beiden Ländern reicht weit zurück: Finnland stand von 1809 bis 1917 unter russischer Herrschaft und verlor im Zweiten Weltkrieg große Teile Kareliens an die Sowjetunion – Gebiete, die bis heute zu Russland gehören.
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bua/news.de/stg
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