Donald Trump: Eskalation im Nahen Osten – Experten sehen Kontrollverlust der USA
Donald Trumps Militäreinsätze gegen den Iran gefährden die Kontrolle der USA, Experten warnen vor einem eskalierenden "Forever War", der die gesamte Region destabilisieren und globales Chaos anrichten könnte.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Friedensversprechen von Donald Trump zerbrechen durch Luftschläge
- Iran startet Raketenangriffe auf Nahostländer
- Experten sehen drohenden Kontrollverlust der USA
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Die jüngsten Militäraktionen von Donald Trump gegen den Iran werfen immer größere Fragen auf. Experten sehen das Risiko, dass die USA zunehmend die Kontrolle über den Konflikt verlieren, während die Region weiter destabilisiert wird.
Donald Trump: Vom Friedensversprechen zum Krieg
Bei seiner Amtseinführung im Januar 2025 hatte Trump angekündigt, ein "Friedensstifter und Einiger" sein zu wollen. Er betonte: Nicht nur gewonnene Kriege zählten, sondern auch die, die man vermeidet. Doch nur wenige Wochen später begann er mit Luftschlägen auf iranische Regierungsgebäude, ein Konflikt, der kaum noch steuerbar ist.
Militärische Aktionen wie "Midnight Hammer", "Absolute Resolve" und "Epic Fury" zeigen, dass die Eskalation in den Vordergrund rückt, während die ursprünglichen Friedensversprechen in den Hintergrund treten.
Iran reagiert massiv
Der Iran antwortete mit Raketenangriffen, die in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Irak, Saudi-Arabien, Syrien, Jordanien, Katar, Bahrain und Oman einschlugen. Fachleute warnen, dass die USA ihr Monopol auf Eskalationskontrolle verloren haben. Laut der "Financial Times" habe Trump "sein Monopol darauf verloren, wie sich der Krieg entwickelt".
Mit über 400.000 regulären Soldaten und fast 200.000 Angehörigen der Revolutionsgarde ist der Iran militärisch stark aufgestellt und kann die gesamte Region destabilisieren, auch wenn ein direkter Angriff auf die USA unwahrscheinlich ist.
Historische Vergleiche mahnen
Gabor Steingart von "Focus" zieht Parallelen zu früheren US-Konflikten:
- Vietnamkrieg endete 1975 ohne Sieg nach zehn Jahren Kampf.
- Afghanistan: Nach 20 Jahren zogen die USA 2021 ab, während die Taliban wieder die Macht übernahmen.
- Irak: Der Sturz Saddams brachte keine Stabilität, Unterdrückung blieb bestehen.
Der Iran ist größer, bevölkerungsreicher und verfügt über diverse Verteidigungsstrukturen, darunter das paramilitärische Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) und international vernetzte Schläfergruppen.
Experten sehen Kontrollverlust
Ehemalige Militärs wie Ben Hodges, Ex-Oberbefehlshaber der US-Truppen in Europa, kritisieren Trumps Strategie als unklar: In den ersten 72 Stunden nach den Angriffen wechselten seine Zielsetzungen zwischen Atomprogramm, Terrorbekämpfung, Regimesturz oder Unterstützung eines neuen Führers im Iran.
Gabor Steingart unterstreicht: Diese wechselnden Ziele und die schnelle Eskalation könnten dazu führen, dass die USA ihre Kontrolle über den Krieg verlieren und ein kaum steuerbarer "Forever War" beginnt.
Donald Trump und sein riskanter Kurs
Trumps Vorgehen im Nahen Osten hat ein Szenario geschaffen, das kaum noch kontrollierbar ist. Experten warnen: Der Konflikt gefährdet nicht nur den regionalen Frieden, sondern auch Wohlstand, Menschenleben und die internationale Stabilität.
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mlk/bua/news.de
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