"Barron Trump zum Militär!": Donald Trump soll jüngsten Sohn in Iran-Krieg schicken

Die Forderung ist zwar satirisch, aber unmissverständlich: Nach dem Tod von US-Soldaten im Iran-Konflikt soll Donald Trump seinen jüngsten Sohn Barron Trump zum Militär und nach Nahost schicken. Allerdings könnte der Präsidentensohn dem Soldatenschicksal aus einem bestimmten Grund entkommen.

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Könnte sich Barron Trump, der jüngste Sohn von US-Präsident Donald Trump, bald als US-Soldat mitten im Iran-Konflikt wiederfinden? (Foto) Suche
Könnte sich Barron Trump, der jüngste Sohn von US-Präsident Donald Trump, bald als US-Soldat mitten im Iran-Konflikt wiederfinden? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
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Im Nahen Osten überschlagen sich die Ereignisse: Bei den Luftangriffen des israelischen und US-amerikanischen Militärs auf Teheran kamen Ajatollah Ali Chamenei und hochrangige iranische Militärs ums Leben, wenig später wurde bekannt, dass auch drei US-Soldaten bei den Gefechten ihr Leben lassen mussten. In den Vereinigten Staaten von Amerika werden nach den Todesfällen in der Armee nun Rufe laut, dass Donald Trump seinen jüngsten Sohn Barron Trump zum Militär schicken und im Iran-Krieg kämpfen lassen soll.

Donald Trump nimmt Militär-Todesfälle billigend in Kauf - jetzt soll Sohn Barron in den Krieg

Die Idee ging viral, nachdem der "South Park"-Autor Toby Morton eine satirische Website ins Leben rief, die für Aufsehen sorgt und sowohl dem "Daily Express" als auch dem "Mirror" eigene Beiträge wert war. Auf "draftbarrontrump.com" wird ironisch gefordert, dass Präsident Trumps jüngster Sohn Barron selbst in den Krieg ziehen solle. Der Hintergrund: Trumps Reaktion auf die gefallenen Soldaten wurde von vielen als gefühllos wahrgenommen. Der Präsident hatte erklärt, man müsse mit weiteren Opfern rechnen – "das passiert oft im Krieg". Der Preis werde sich am Ende lohnen, so Trump weiter.

Morton, der bereits früher Trump satirisch aufs Korn genommen hat, reagierte darauf mit seiner provokanten Web-Aktion. Laut dem TikToker "Hal for NY" habe Trump diese Reaktion durch seine Kälte gegenüber den Gefallenen selbst heraufbeschworen. Das Video von "Hal for NY", in dem die Website vorgestellt wird, erreichte innerhalb kurzer Zeit tausende Aufrufe. Die Kommentare zeigen dabei ein breites Meinungsspektrum.

Internet-Forderung nach Fronteinsatz von Barron Trump geht viral

Die Website selbst präsentiert sich mit patriotischem Pathos: "Amerika ist stark, weil seine Führer stark sind. Präsident Trump beweist das jeden Tag. Natürlich ist sein Sohn Barron mehr als bereit, das Land zu verteidigen, das sein Vater so kühn führt." Der satirische Unterton ist dabei kaum zu übersehen. Morton greift mit seiner Aktion eine altbekannte Kritik an kriegsführenden Politikern auf: Wer andere in den Kampf schickt, solle doch bitte auch die eigenen Kinder an die Front entsenden.

Einige Nutzer zogen Vergleiche zum britischen Königshaus. "Der König von Großbritannien schickt seine Kinder in den Krieg, und sie dienten im Irak", schrieb ein Kommentator. Ein anderer verwies darauf, dass in England alle männlichen Mitglieder der Königsfamilie Militärdienst leisten müssten. Andere Stimmen griffen die grundsätzliche Ungerechtigkeit von Kriegen auf: "Der Sohn eines armen Mannes wurde geschickt, um im Krieg eines reichen Mannes zu kämpfen." Morton selbst erhielt ebenfalls Zuspruch – ein Nutzer bezeichnete ihn schlicht als "Genie".

Ist Barron Trump überhaupt kriegstauglich? Donald Trumps Sohn könnte Militärdienst entgehen

Ironischerweise könnte Barron Trump für einen tatsächlichen Militärdienst ohnehin nicht infrage kommen – und zwar aus rein körperlichen Gründen. Mit einer Körpergröße von 2,06 Metern überragt der 19-Jährige die Höchstgrenze der US-Armee deutlich. Diese liegt bei etwa 2,03 Metern und existiert aus praktischen Gründen: In Panzern, Flugzeugen und gepanzerten Fahrzeugen ist der Platz stark begrenzt. Die Vorschriften sollen sowohl die Sicherheit der Soldaten gewährleisten als auch sicherstellen, dass die Ausrüstung ordnungsgemäß passt. Barrons außergewöhnliche Statur würde ihn damit für zahlreiche militärische Positionen disqualifizieren. Diese Möglichkeit wurde bereits von verschiedenen Beobachtern angemerkt – was der satirischen Website eine zusätzliche ironische Note verleiht.

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