Donald Trump: US-Präsident erlebt neuen Tiefpunkt - Mehrheit lehnt brutalen Kurs ab
Eine neue Umfrage ist ein weiterer Schlag ins Gesicht für Donald Trump: Die Mehrheit der Amerikaner lehnt mittlerweile seinen Kurs in der Migrationspolitik klar ab. So schlecht wie jetzt waren die Werte während seiner zweiten Amtszeit noch nie.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Neue Umfrage zeigt, dass Amerikaner so unzufrieden wie noch nie mit Donald Trumps Einwanderungspolitik sind
- 58 Prozent lehnen den Kurs des US-Präsidenten ab und kritisieren, dass Regierung bei der Durchsetzung von Gesetzen zu weit geht
- Nach zwei Todesfällen in Minneapolis ist die Kritik an der Einwanderungsbehörde ICE zuletzt gewachsen
Während Donald Trump am Freitag durch eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs einen Rückschlag in seiner Zollpolitik erlitt, sind dem US-Präsidenten beim Thema Migration bislang kaum Grenzen gesetzt worden. In dieser Woche weitete die Regierung sogar die Befugnisse der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE aus. Auch bereits anerkannte Flüchtlinge, die auf eine sogenannte Greencard warten, können nun in staatlichen Gewahrsam genommen werden. Dieses harte Vorgehen kommt bei vielen US-Amerikanern jedochzunehmend schlecht an.
Donald Trump erlebt neuen Tiefpunkt: Zustimmung für brutale Einwanderungspolitik sinkt weiter
Die Zustimmung zuDonald Trumps Einwanderungspolitik ist sogar auf einen neuen Tiefpunkt gefallen. Das geht aus einer neuen Umfrage hervor, über die aktuell "Newsweek" berichtet.Die am Freitag veröffentlichte Erhebung von "Washington Post", ABC News und Ipsos zeigt:58 Prozent der Befragten lehnen seinen Kurs ab, nur 40 Prozent bewerten ihn positiv. Die Netto-Zustimmung liegt damit bei minus 18 Punkten.
Mehrheit der US-Amerikaner kritisiert zu hartes Vorgehen der Regierung gegen Migranten
Besonders alarmierend für das Weiße Haus: Ebenfalls 58 Prozent der Amerikaner sind der Meinung, die Regierung gehe bei der Durchsetzung ihrer Einwanderungspolitik zu weit. Im Oktober 2025 teilten gerade einmal 50 Prozent diese Einschätzung, im April vergangenen Jahres waren es lediglich 48 Prozent. Die Umfrage wurde zwischen dem 12. und 17. Februar unter 2.589 Erwachsenen durchgeführt.
Politikmanagement-Experte Todd Belt von der George Washington University erklärte dazu gegenüber "Newsweek":
- "Obwohl es breite Unterstützung für strengere Maßnahmen gegen illegale Einwanderung gibt, sinkt die Zustimmung zu den Maßnahmen der Regierung."
- Allerdings könnten die Republikaner das Thema weiterhin bei den anstehenden Zwischenwahlen stärker für sich nutzen als die Demokraten, die "noch keine einheitliche Position dazu entwickelt haben, wie sie gleichzeitig die Grenze sichern und die Rechte des Einzelnen schützen wollen".
Trumps Einwanderungsbehörde ICE geriet nach tödlichen Schüssen auf US-Bürger unter Druck
Die wachsende Kritik an der Einwanderungsbehörde ICE hat konkrete Auslöser. Am 7. Januar erschoss ein ICE-Beamter die 37-jährige Renee Nicole Good in Minneapolis, als sie mit ihrem SUV von Agenten wegfuhr. Die Trump-Regierung bezeichnete sie als "Inlandsterroristin", die versucht habe, einen Beamten zu überfahren – staatliche und lokale Behörden wiesen diese Darstellung zurück. Wenige Wochen später, am 24. Januar, töteten ICE-Beamte den ebenfalls 37-jährigen Alex Pretti. Das US-Heimatschutzministerium behauptete, er habe sich mit einer Waffe genähert. Videoaufnahmen zeigen jedoch offenbar, dass Pretti lediglich ein Telefon in der Hand hielt.
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gom/news.de/stg
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